Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

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Kaefarrera
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Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von Kaefarrera »

Bei der prompt von Microsoft Autopilot" Wie kann ich die passive Sicherheit bei einem VW Käfer erhöhen" kamen neben den mir bekannten Maßnahme wie Käfig mit Seitenaufprallschutz und neue Gurte zu installieren der Vorschlag in die Tür EPP Platten einzubauen
Dies sind in Modernen Autos als Crashelemente verwendet. Dachte nicht das man die so einfach zurüsten könne.

Ich habe das ganze mit Chat GPT und Gemini gegen gecheckt und noch nichts gegenteiliges gefunden. Zudem Können Aluwaben im Kofferraum eine Crashelement bilden

https://knaufautomotive.com/de/epp-auto ... -vorteile/

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit der Thematik?
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espresso
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von espresso »

Hmm, bei den späten 1303-Cabrios wurden auch Schutzelemente für Seitenaufprall aus Blech fest eingebaut, ich nehme an, für die Crash-Bestimmungen der USA.
Ansonsten habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht; aber das ist kein schlechter Gedankenanstoß. Vllt hat noch jemand Ideen ? Oder kennt sich beruflich damit aus ?

Daniel
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lothar
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von lothar »

espresso hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 11:10 Hmm, bei den späten 1303-Cabrios wurden auch Schutzelemente für Seitenaufprall aus Blech fest eingebaut, ich nehme an, für die Crash-Bestimmungen der USA.
Die US Käfer (ich meine, Schweden auch) hatten das schon viel früher.
Ich hatte mal an einem 69er US Käfer den Fensterheber gewechselt - herrlich - da kann sowas dann den ganzen Tag dauern...
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halbug
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von halbug »

Dann will ich mal...

Die Blechverstrebung in der Türe ist tatsächlich eine Maßnahme um beim Seitenaufprall die Sicherheit zu erhöhen.

Was die sogenannten Crashpads moderner Autos in den Türen angeht, so haben sie - egal aus,welchem Material oder welcher Form - den Sinn den Dummy bei bestimmten Lastfällen von der Seite "anzuschieben".

Beim Dummy werden punktuell die Einwirkkräfte gemessen und wenn die z.B. im Schulterbereich zu hoch sind, kann man mit einem Crashpad im Beckenbereich den Hotspot Schulter etwas entschärfen.

Die Türe jetzt mit EPP vollzustopfen und zu hoffen! dadurch im Seitencrash weniger verletzt zu werden halte ich für nicht ganz realistisch und wenn marginal.

My 5c ;)
Mein Projekttagebuch (allerdings auf Englisch): http://www.thesamba.com/vw/forum/viewtopic.php?t=596477
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Red1600i
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von Red1600i »

Schau dir mal Crahstests vom Käfer an. Oder ganz allgemein Crashtests.

Die häufigste Unfallart ist Teilüberlappung von vorne, seltener ist der Seitencrash mit dem Pfahl.

Eine harte Türe hilft nur dann etwas, wenn sie die eingeleitete Last weitergeben kann, sprich A-Säule und Schloss an der B-Säule müssen das aushalten. Tun sie aber nicht.

Wenn du wirklich etwas tun möchtest, wäre ein Käfig die richtige Wahl, nur ist der Nutzwert sehr gering im Alltag.

Es würde bereits einiges bringen, wenn in der Türe der US Aufprallschutz drin wäre, diese Planke. Er knautscht dann besser und etwas mehr Energie geht nach hinten weg.

Vorne hilft das Ersatzrad und die 1200er Achse als Lastaufnahme. Die Streben von der Achse zur Bodengruppe bringen auch etwas, machen aber eine "harmlose" Kotflügelverbiegung schnell zum Totalschaden... aber die Gesundheit geht vor.

Hilfreich wäre eine Stütze vom Stoßdämpferdom der 1200er Achse zur A-Säule und ein Querträger vor dem Cockpit, der verhindern würde, dass die Lenksäule so weit eindringt. Zusätzlich sollte dieser Träger zum Zentralrohr abstützen, was unter einer Mitelkonsole versteckbar wäre. Nur gibt es diese Teile nicht und niemand hat sie je abgeprüft.

Versteifungen ohne Energieaufnahme können das Ergebnis auch massiv verschlechtern. Es muss knautschen, aber die Zelle muss halten... was beim Käfer garnicht mal soooo schlecht ausfällt, hält er doch besser dagegen als ein deutlich modernerer Golf 1 oder Golf 2...
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lothar
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von lothar »

Red1600i hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 11:21 Es muss knautschen, aber die Zelle muss halten... was beim Käfer garnicht mal soooo schlecht ausfällt, hält er doch besser dagegen als ein deutlich modernerer Golf 1 oder Golf 2...
so isses, siehe hier:
https://www.autobild.de/artikel/crash-v ... 40065.html

Aus dem Grund durften damals Audi 50/VW Polo nicht in den USA eingeführt werden, der Käfer aber weiterhin...
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Kaefarrera
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von Kaefarrera »

Also bei mir habe ich auch wegen den Käfigaufnahmen den Knick im Bereich Bodengruppe bei der A-Säule mein einem Schweißblech verstärkt.

Das Thema war aber Prallelemente aus EPP. Kindersitze sind übrigens auch aus dem Material

Das Material nimmt sehr gut kinetische Energie auf. Klar es muß sich auf etwas Abstützen bevor es sich auf einem selber Abstützt, was aber auch besser wäre als wen sich das Blech auf einen zubiegt.
Ich werde als nächstens die Luft in der Tür vermessen und dann Platten einkleben. Ebenso im Fußraum und in der Resververadwanne.

Leider kann ich es nicht testen
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Red1600i
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Re: Passive Sicherheit mit EPP Platten erhöhen

Beitrag von Red1600i »

Kaefarrera hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 15:26
Leider kann ich es nicht testen
Doch, einmal :o

Wie du schon schreibst: es muss sich abstützen. Bei der Türe ist das der Fahrer. Die Türe selbst ist eigentlich sehr gut gemacht, glattflächig, relativ weich weil eben. Früher gab es diese netten Türöffner als Nierenskalpell, ebenso aggressive Fensterkurbeln... die kann und sollte man hochrüsten auf neuere Versionen.

Einen Hohlraum vollzustopfen mit Alu oder Kunststoff ist nicht langlebig. Denk an die Geschichten, als mit Dämmschaum ganze Hohlräume gefüllt wurden... beim Käfer hinten die Nierchen, wo einem die C-Säule abfault.

Nachrüstbar wäre eine schaubbare Planke auf Sitzhöhe aus einem hochfesten Rohr, alternativ Wellblech, weil großflächiger. Einschweissen ginge auch, macht aber eine Monster Sauerei mit Rost später. Sitzhöhe deswegen: Stoßfängerhöhe beim Einschlag. Und seinen Hintern zu schützen ist keine schlechte Idee, der wächst seltener nach. 8-)

Abgesehen davon: irgendwann muss man mal an den Fensterheber ran und ein paar Schrauben sind wartungsfreundlicher.

Zum Thema Cockpit wäre relative leicht umsetzbar: 2 Streben aus Rohr vom Zentralrohrrahmen nach oben Richtung Radio, dort einen Querträger und weitere 2 Rohre zurück Richtung Gurtpeitsche... abgestützt mit Rohren zu jeweiligen Dreieckigen Strukturen. Das würde verhindern, dass das Cockpit wie im Video reinkommt und die Zelle verkleinert.

Übrigends sieht man recht schön, wie gut eigentlich die Türe gegenhält, sie wird aber über die einknickende A-Säule aus ihrem Stammplatz rausgeschoben. Eine noch stabilere Türe wird also nur rausgedrückt und nimmt keine weitere Energie auf.

Toll wäre halt, wenn die Strukturen rund um den Bereich des oberen Türscharniers nicht derart kollabieren würden sondern das Cockpit da bleiben würde wo es hingehört und nicht komplett reinkommt...
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