Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Schreib einen Teil der Geschichtes deines Fahrzeuges selbst und lass andere Fans teilhaben
Benutzeravatar
Kersten
Beiträge: 119
Registriert: Mo 26. Dez 2011, 11:24
Wohnort: Obernkirchen

Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Kersten »

Moin,

hab soeben den zukünftigen Motor für meinen Käfer bekommen.
Handelt sich um einen 40PS 1300ccm Einkanal Motor mit Kennbuchstabe F. Stammt aus einem 1966er Käfer und hat laut Vorbesitzer eine Kilometerlaufleistung von knapp 3 Erdumrundungen am Äquator (115tkm).

Der Plan ist es das Teil in einen zuverlässigen, standfesten Motor zu verwandeln. Was damit genau geschehen soll steht noch nicht ganz fest, werde das Teil erstmal gnadenlos auseinanderreißen und mache mich auf das Schlimmste gefasst.

Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten und bestimmt auch das ein oder Mal eure Hilfe in Anspruch nehmen :obscene-drinkingcheers:


Hier die ersten Fotos nach seiner Ankuft:

Bild


Und von hinten:

Bild

...klar ein bisschen angegammelt ist er und die Zündspule ist abhanden gekommen aber ansonsten macht er einen recht soliden Eindruck. Lässt sich mit spürbar guter Kompression durchdrehen, macht keine komischen Geräusche und das beste ist: Nichts am wackeln, eiern, trudeln... :text-thankyouyellow:

Interessant ist, dass der F-Motor so wie ich mir sagen lassen habe einer der meist gebauten seiner Artgenossen ist. Dennoch habe ich ziemlich lange gebraucht Einen, der einen halbwegs vernünftigen Eindruck macht zu ergattern. Könnte allerdings auch einfach nur Pech gewesen sein :)



Edit: ...so erstma den ganzen Blechkrams abgebaut, mußte fast jede Schraube aufbohren.. -_- Wärmetauscher sind auch ziemlich stark angegriffen hab aber zum glück noch einen Satz vernünftigere hier liegen..

Bild

Und noch eins für´s Auge:

Bild

Update: So. Motor ist weitestgehend auseinander gepflückt, nur die Spaltung des Gehäuses steht noch bevor, das vergnügen wollt ich mir jedoch erst morgen geben...

Bild

Schön: noch sichtbare Honspuren in allen Zylindern:

Bild

Die Zylinderköpfe haben ebenfalls einen soliden Eindruck abgeliefert. Auf den 1. Blick keine sichtbaren Risse. Allerdings nicht zu früh freuen... erstmal richtig saubermachen. Fotos gibts morgen :obscene-drinkingfaded:


Update: Kampf gewonnen. Motorblock ist getrennt... Auch wenn man am liebsten manchmal ein dickes Brecheisen holen möchte: Cool bleiben! Der Block besteht halt nur aus einfachem Aluguss. Da bricht schnell was raus!
Hier hab ich mal soweit man sieht die Schrauben markiert die die beiden Hälften zusammenhalten:
Bild
Die markierten Schrauben oben gehen einmal rings um den Block rum. Alle lösen. :) Ebenfalls muß das Katastrophal angebrachte Luftleitblech hinter der Riemenscheibe auf der Kurbelwelle ab. Das Funktioniert nur wenn die Riemenscheibe ab ist, andernfalls kommt man an die zwei Schlitzschrauben nicht ran...

Wichtig: Da wo die dicken U-Scheiben waren gehören auch unbedingt wieder die dicken U-Scheiben hin! (Erst recht an den Zylinderköpfen...) Und ich bin mir nicht sicher aber ich meine die dicken Stehbolzen haben ein Feingewinde? Wäre nett wenn jemand das bestätigen könnte bzw. die Korrekte Bemaßung des Gewindes hat.

Und hier hätten wir dann das Innenleben... Jaja. Wenn ich das Schwungrad vorher demontiert hätte wäre es ´ne ganze Ecke einfacher geworden :D Mit diesem Tool kann man das Schwungrad im zusammengebauten Zustand blockieren und so relativ Problemlos lösen: http://tinyurl.com/7bneswf

Bild

Sieht eigentlich alles noch ganz gut aus allerdings hört mein Augenmaß bei 1/10mm auf ;) Deswegen wird der ganze Apperat morgen mal richtig schön sauber gemacht (den groben Mist hab ich in einer Waschbox an einer Tankstelle abgespritzt :roll: ) und dann wird mal ein bisschen gemessen...

Hier nochmal die beiden hälften ohne jegliches Innenleben:

Bild

Bild

Update: Motorblock gereinigt... Man is das ´ne :angry-cussingblack: Hat sich aber gelohnt... da is ne Menge fieser Ölschlamm drin gewesen und um den Ölablasspart war irgend ´ne graue Pampe. Denke mal das war Aluabrieb + Öl...

Bild

Das ist er nun von innen:
Bild

Hab dann vorhin mal die Lagersitze von der Kurbelwelle nachgemessen. Das mittlere Lager liegt 1/100mm außerhalb der Toleranz (65,03 ist maximum) Da die anderen Sitze stimmen und ich mich evtl. auch einfach um 1/100mm vermessen haben könnte tue ich einfach mal so als würden alle innerhalb der Toleranz liegen :roll:
Man könnte den Block nun aufspindeln lassen und Übermaßlager einbauen. Habe vorhin beim Motorenbauer hier um die Ecke angerufen. Das würde ca. 300€ kosten..

Hier eine Seite mit einer Übersicht der Toleranzen von allen Bauteilen die so im Motor verbaut sind:

http://www.gw-autoteile.de/Service/Kaefer07.htm

Ansonsten habe ich nun einen Haufen Teile bestellt und dann kann demnächst langsam der Zusammenbau losgehen. Folgende Änderungen werde ich vornehmen:

-Umbau auf 12V
-Versetzter (neuerer) Ölkühler damit auch Zylinder Nr. 3 genügend Luft abbekommt
-Neue Zylinder (1300er von Mahle bzw. Kolbenschmidt)
-Ölpumpe mit Anschluß für Ölfilter
-...mal sehen was mir noch so einfällt :text-thankyouyellow:

Update 11.3.2012: Das zusammenstecken geht wieder los. Neue (alte) Kurbelwelle und ein kompletter Satz neue Lager

Bild


Update: Die letzte Aktualisierung liegt schon ein bisschen in der Ferne und ich habe gerade einen Moment Zeit und viel zu berichten... Das passt doch! Mittlerweile dürfte ich auch fast allen Kram den ich so brauche zusammen haben... Also was ist passiert?

-Pleuel Ausgewogen und aufs gleiche Gewicht gebracht. Die hatten Gewichtsunterschiede von 20g. Ich meine ich habe irgendwo gelesen 10g ist maximal zulässig, jetzt haben sie eine Differenz von max. 1g und wiegen um die 515g ohne dass ich sie großartig erleichtert habe! Neue Buchsen gab es dann auch direkt... habe mir eine vorrichtung gebaut so dass sie winklig gerieben werden können, müßte also passen...
-Bleche entsifft, neu lackiert
-Lüfterkasten mit Hundehütte organisiert
-Köpfe sauber gemacht, Ventile ausgebaut, neue Ventile bestellt, neue Federn, neue Führungen... Vorrichtung gebaut zum ausbauen der Führungen... Die Aktion kommt aber erst nächste Woche :) Erstmal wieder ein paar Bilder:

Bei der Hochzeit:
Bild

Dann gabs direkt ´n neuen Ölsumpfkrams mit Magnetischer Ablassschraube :) ... Achja Zylinderstehbolzen wurden auch aufgearbeitet...:
Bild

Neue Ölpumpe mit externem Ölfilter... Leider habe ich zu spät gesehen dass es die Dinger auch einfach in schwarz gibt. Nu hab ich da son Chromdingens dran... :confusion-scratchheadyellow: Dafür mußte ich übrigens die Stehbolzen austauschen da die originalen zu kurz sind. Die haben 4 Schrauben mitgeliefert allerdings M8 und nicht M6...
Bild

Und zu guter letzt der versetzte Ölkühler. Dafür mußte ich auch an dem Adapterstück eine Flachsenkung vornehmen für den hinteren M6 Stehbolzen und am Gehäuse die beiden Bohrungen 2mm aufbohren..

Bild

Bild

Bisher läufts ganz gut.. Motor sieht schön aus, lässt sich ohne Geräusche schön gleichmäßig nicht zu leicht und nicht zu schwer drehen, Pleuel haben richtiges seitliches Spiel und sitzen so auf der Kurbelwelle, dass sie durch ihr Eigengewicht runterfallen :)


Update 6.4.2012: Hab mich gerade an die Zylinderköpfe gemacht und die Führungen ausgetauscht... Hat alles funktioniert. Macht aber so richtig Spaß trotzdem nicht :D

Hier einmal mein Ventilführungsauszieher:
Bild

Mit 3/8" Gewinde, da man dafür eine Durchgangsbohrung von 8mm braucht. Das Teil hat genau für 4 Führungen gereicht, danach war das Gewinde so ausgenudelt, dass damit gar nichts mehr ging. Obwohl die Köpfe so an die 120° hatten mußte man trotzdem ordentlich kämpfen um die Führungen rauszuholen :)

Für den zweiten Kopf hab ich die ganze Schose mit M10 probiert. Genau das selbe resultat nur das man ein M10 Gewinde wesentlich schwerer in die Führungshülsen reingeschnitten kriegt...

Wenn man die Gewinde vom Auszieher mit Kupferpaste einschmiert sollte es laenger halten aber die war so weit wech... :)


Weiter im Text. Als die alten Führungen dann raus waren mußten die neuen natürlich wieder rein. Hab hier so standartdinger gehabt, ohne Bund. Lagen seit ein paar Tagen im Gefrierfach, sind also schön kalt / zusammengezogen. Um die neuen Buchsen stressfrei reinzudergeln habe ich mir ein sagenhaftes Hilfsmittel gebastelt:

Bild

Kann man vorne Draufstecken, Stoßen an, alle bekommen die selbe Tiefe.. Die Köpfe waren in der Zwischenzeit mal wieder im Backofen um nun noch wärmer zu werden.. (ca. 150°)

Naja was soll ich sagen. Guckt euch den Dorn oben an. Ich mußte die Dinger tierisch reinhämmern aber es klappt und sie sitzen bombenfest. Vielleicht sollte man die Köpfe beim nächsten mal auf 200°c erwärmen :)

Danach hab ich die Buchsen mit einer 8H7 Reibahle aufgerieben und siehe da; die Ventile laufen traumhaft durch ihre führungen. Kein fühlbares Spiel (die alten Buchsen + Ventile hatten so an die 4/10mm Luft) und vor allem glatt wie ein Babypopo..

Bild

Nun müssen die Sitze noch nachgefräst werden und dann natürlich die Ventile eingeschliffen werden... Wird selbstverständlich alles persönlich erledigt...

...drückt mir die daumen :confusion-waiting: :handgestures-thumbupright:

8.4.2012: Gerädert vom gestrigen Abend hab ich mich doch noch aufraffen können heute etwas produktives zu erledigen... Ventilsitze nachgefräst und Ventile eingeschliffen... (Erstmal für einen Kopf, der Andere kommt morgen :) )

Konnte mir zum Glück den ganzen Krams ausleihen. Verschiedene Fräser (30°, 45°, 70°) und auch nicht verkehrt so ein Getriebedings für ´ne Bohrmaschine was die reine Drehbewegung in eine oszillierende Bewegung umwandelt, also immer ca 30° hin und her...

Bild

So sahen die Sitze nach dem Fräsen aus. Schonmal ne recht gute Ausgangssituation:

Bild

Und dann halt irgendwann die eingeschliffenen Ventile... morgen leg ich da vielleicht nochmal ´ne zweite Runde ein (das geht noch besser..) :

Bild

9.4.2012: Köpfe sind soweit wieder zusammen.. :) Hinweis: Die Federn haben ne Markierung bzw. an einer Seite eine dickere Wicklung, die gehört in richtung Zylinderkopf!

Bild

Update 28.4.2012: Und dann gings ans einbauen. Was mir nicht so ganz klar war, war dass es zwei von den Idiotenblechen pro Seite gibt :) Also alles zusammengebaut und nocheinmal auseinander :lol:
Die Stößelschutzrohre hab ihc mit so ´nem Thermoscheiß lackiert, dann fangen sie vielleicht nicht ganz so schnell an zu gammeln..

Bild

Die Stößelschutzrohre hab ich zusätzlich noch mit ein bisschen Moke eingeschmiert. Kann überflüssig sein oder auch nich. Keine Ahnung. Sicher ist sicher :)

Bild

Und dann kam die geile Aktion mit dem Thermostat. Ich hatte mir irgendwann mal ein neues bestellt und mußte nach dem Auspacken realisieren dass es eine Komplett andere Bauweise als das Originalteil hat. Dann hab ich mich erstmal wieder mit dem Originalen befasst, da dass noch voll funktionstüchtig war, aber dieses Gestänge so einzubauen dass das alles klappt ist meiner Meinung nach fast unmöglich, dann fing ich selber an was zu entwerfen, mit dem neuen :)

Hab mir für das thermostat an sich einen halter mit extremem Langlöchern gebaut so dass man schön viel Spielraum zum einstellen hat:

Bild

Und dann habe ich mir diese sagenhafte Stange gebogen die durch den Zylinderkopf irgendwo in diese Klappe eingehakt wird... :

Bild

Hier einmal das Thermostat von unten in seiner Halterung:

Bild

Soweit so gut, klappen mal oben aufgesteckt, passte irgendwie nicht. Klappe war immer zu weit offen auch in quasi geschlossenem Zustand... also hab ich mir ein M4 Adapterstück gedreht, die Verbindungsstange durchgesägt und beide Enden ebenfalls mit M4 Gewinde versehen, so konnte ich die Perfekte Klappenstellung einstellen. Als dies der Fall war hab ich den Kram sicherheitshalber zusammengelötet :)

Bild

Habs dann direkt mal mit einem Heißluftföhn getestet. Funktioniert :text-bravo:

Nachdem die Aktion dann durch wahr konnte ich endlich den Lüfterkasten fest anbauen und die Weitere Motorverblechung anbauen. Da ich den versetzten Ölkühler mit Doghouse verbaut habe mußte ich realisieren dass das alte Gestänge für die weiteren Klappen natürlich auch nicht passt... Da hat sich einen kleinen Moment Frust breit gemacht, dann kamen jedoch schon die ersten kreativen Lösungsversuche in mir auf.

Hab mir eine komplette Verbindungsstange zusammengebogen, das war zu jackelig... Dann hab ich mir für beide klappen je Seite ein Verbindungsstück gefräst, und die beiden Seiten dann mit dem alten Gestänge verbunden... Nach ein paar Modifizierungen hat dass dann auch gepasst. Irgendwie so in der Art muß das original auch gewesen sein!?

Verbindungsstück für je zwei Klappen:

Bild

Und dann einmal das Gesamtkunstwerk:

Bild

Funktioniert immernoch :handgestures-thumbupright:


...jetzt muß ich erstmal los, Fotos von dem kompletten Motor gibts nacher :)

Update: 6.5.2012 jaja.. n paar Fotos von den Klamotten zwischendurch fehlen noch aber seht selbst. Denke mal die Aktion kann ich soweit als abgeschlossen betrachten :) :

http://www.youtube.com/embed/jrDHrEDUfIU
Zuletzt geändert von Kersten am So 6. Mai 2012, 14:50, insgesamt 15-mal geändert.
Benutzeravatar
schickard
Beiträge: 3367
Registriert: Mi 26. Mai 2010, 12:18
Käfer: BJ 1960, 6Volt, 30PS
Käfer: BJ 1967, 6Volt, 40PS
Transporter: BJ 1976 Fensterbus
Wohnort: bei Rendsburg
Kontaktdaten:

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von schickard »

Tipp zum Ausbau: markiere dir (mit einem Körner) die OT auf der Kupplung und vor allem auf der Schwungscheibe. Das hab ich beim ersten Lernprojekt vergessen :oops:

1300F ist nen feiner Motor :up: hab auch noch einen als Reserve
Benutzeravatar
bastardop
Beiträge: 90
Registriert: Mo 9. Jan 2012, 22:12

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von bastardop »

@schickard ich habe hier nen rumpf mit pleuel, riemenscheibe und dem kupplungs gedöns, lässt sich dort der OT noch herrausfinden und markieren? Wozu ist es wichtig selbiges vor der demontage zu markieren?
Benutzeravatar
Boncho
Beiträge: 1719
Registriert: Mi 26. Mai 2010, 12:05
Käfer: 68er ex-Automatik
Fahrzeug: Porsche 944 Turbo
Fahrzeug: T4 California Coach
Fahrzeug: W201
Wohnort: Rhede (NRW)

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Boncho »

Welchen Sinn soll das haben den OT zu markieren? Wichtig ist doch nur Druckplatte zum Schwung sowie Schwung zur Kurbelwelle zu markieren um das genau so wieder zusammen zu bauen, da die Teile zusammen gewuchtet sind.
Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware und nicht Open Source.

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein
Benutzeravatar
schickard
Beiträge: 3367
Registriert: Mi 26. Mai 2010, 12:18
Käfer: BJ 1960, 6Volt, 30PS
Käfer: BJ 1967, 6Volt, 40PS
Transporter: BJ 1976 Fensterbus
Wohnort: bei Rendsburg
Kontaktdaten:

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von schickard »

Das schau mal hier: http://bugfans.de/forum/motor-typ1/wuch ... t1329.html

Die Teile sind im Original gewuchtet und wenn man vermuten kann, das sie noch nie demontiert wurden, ist es sinnvoll dies zu markieren. So kann man die Komponenten wieder korrekt zueinander gewuchtet montieren, was mehr Laufruhe und höhere Lebensdauer verspricht

@Tobi: ich finde die OT Markierung auf der Riemenscheibe ist eine tolle Kerbe um sich zu orientieren :music-rockout: ich meine natürlich diese Marke dann auf der Schwungscheibe / Kupplung zu übertragen
Benutzeravatar
-=| Käferboy |=-
Beiträge: 1695
Registriert: Mi 2. Jun 2010, 10:59
Wohnort: Hangover

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von -=| Käferboy |=- »

ich denke mal das christian die schwungscheibe meint und nicht die kupplugsplatte
Wenn Du glaubst Du hast alles unter Kontrolle,dann fährst Du zu langsam!

"ey, die hat mehr runter als mein 58er Käfer"

AircooledCrewHannover
Powered by Jensemann-Racing
Benutzeravatar
Kersten
Beiträge: 119
Registriert: Mo 26. Dez 2011, 11:24
Wohnort: Obernkirchen

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Kersten »

Danke für den hinweis aber da ich das Teil eh von 6v auf 12v umbauen muß, muß ich mir da eh was einfallen lassen.. :)
Benutzeravatar
Boncho
Beiträge: 1719
Registriert: Mi 26. Mai 2010, 12:05
Käfer: 68er ex-Automatik
Fahrzeug: Porsche 944 Turbo
Fahrzeug: T4 California Coach
Fahrzeug: W201
Wohnort: Rhede (NRW)

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Boncho »

Wenn du es wirklich ordentlich machen willst, solltest du in dem Fall das neue bzw. neu gebrauchte 12V Schwungrad zusammen mit der Kurbelwelle (und dann würde ich die Druckplatte gleich dazu legen) wuchten lassen.
Ich habe mal einen 1500er von Automatik auf Schaltung umgebaut und da ein gebrauchtes 200mm Schwungrad so rangeschraubt. Axialspiel natürlich ordentlich eingestellt. Lief auch super. Allerdings hatte der nach gut 10.000km ein Axialspiel von knapp 1mm. Ich schiebe das auf die nicht zusammen gewuchteten Teile.
Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware und nicht Open Source.

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein
Benutzeravatar
schickard
Beiträge: 3367
Registriert: Mi 26. Mai 2010, 12:18
Käfer: BJ 1960, 6Volt, 30PS
Käfer: BJ 1967, 6Volt, 40PS
Transporter: BJ 1976 Fensterbus
Wohnort: bei Rendsburg
Kontaktdaten:

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von schickard »

Kersten hat geschrieben:Danke für den hinweis aber da ich das Teil eh von 6v auf 12v umbauen muß, muß ich mir da eh was einfallen lassen.. :)
Iiiiiiiieeehh :)

Spaß beiseite, für ein Lernprojekt taugt das alles erstmal. Das erkennen von defekten bzw verbrauchten Bauteilen ist auch lehrreich. Und ein gebrauchter gleichwertiger Kolben & Zylinder findet sich sicher.

Der erste Motor wird eh nicht gleich perfekt, ich hatte meinen 4x auseinander. Nur Mut :up:


Grüße
Christian
Benutzeravatar
Kersten
Beiträge: 119
Registriert: Mo 26. Dez 2011, 11:24
Wohnort: Obernkirchen

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Kersten »

Ach das läuft scho. Hab ja Mechaniker gelernt. Hab zwar mit ´nem Käfermotor direkt noch nichts zu tun gehabt aber großartig von irgendwelchem anderen Zahnrad/Wellen krams unterscheidet sich das nun auch nicht... :P

Hab mich eben mit ´nem Arbeitskollegen unterhalten wegen des 6V auf 12V Umbaus. Das Problem ist ja dass das Schwungrad nicht auf den Anlasser passt. Kann man nicht einfach einen 6v Anlasser auf 12V umwickeln lassen, den einbauen und sich den tausch des Schwungrads ersparen?
Benutzeravatar
PeterHadTrapp
Beiträge: 658
Registriert: Fr 5. Nov 2010, 00:58
Käfer: VW 1302 L

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von PeterHadTrapp »

den Anlasser muss man doch garnicht unbedingt umbauen oder ?
Benutzeravatar
SirGroovy
Beiträge: 284
Registriert: Mi 8. Sep 2010, 07:49
Wohnort: 30 km südl. von München
Kontaktdaten:

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von SirGroovy »

Servus Kersten,

das geht vielleicht. Aber wissen tu ich das nicht sicher. Ich bin auch gerade dabei mich zu informieren, was es alles braucht um von 6V auf 12V um zu bauen. Bei der Anlasser Geschichte scheiden sich die Geister. Viele behaupten, dass man den 6V Anlasser auch einfach drinnen lassen kann. Der kann die 12V wohl recht gut ab. Dreht halt dann einfach ein bisschen schneller. Das ist aber kein von mir Fundamentes Wissen! Ich werds jedenfalls ausprobieren. Wenn der Anlasser Hops geht, dann kann ich immer noch reagieren.

Interessanter Aspekt:
Ralf Kuntschewitz http://www.vw.kurschewitz.de/ bietet von Zeit zu Zeit komplette Umbausätze von 6V auf 12V an. Gebraucht als auch neu! Das musst Du aber im Einzelfall mit ihm klären. www.flat4.de gibt zu diesem Thema ebenfalls einige Infos ab: http://www.flat4.de/elektrik.htm

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

SirGroovy
Benutzeravatar
SAS
Beiträge: 314
Registriert: Mi 16. Jun 2010, 11:43
Karmann: '66 Coupé
Wohnort: 20359

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von SAS »

Ich fahr 'nen 6V Anlasser an 12V, elektrisch ist das kein Problem, das steckt der weg!
Dreht halt ziemlich schnell, aber wenn man nicht ewig orgeln lassen muss geht das gut.

Aber das Ritzel muss zum Schwungrad passen, also wenn 6V Anlasser dann auch 6V Zahnkranz, oder halt umbauen.
Old tin never dies - we just make it go faster!
Built in a back yard. Painted in a barn. Driven on the street!
"This is not gonna work, it all has to come down!" - Mike Holmes

Karmann '66: Bild

All-Day-Audi: Bild

Landyacht: Bild
Benutzeravatar
Kersten
Beiträge: 119
Registriert: Mo 26. Dez 2011, 11:24
Wohnort: Obernkirchen

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Kersten »

@SirGroovy danke für den Link und den Hinweis mit den kompletten Umbausätzen. Das ist schonmal sehr hilfreich. Der Eintrag unter deinem ist ebenfalls sehr interessant.

Hab hier gerade noch einen offensichtlich sehr interessanten Link gefunden wo die Unterschiede der Schwungräder etc. veranschaulicht werden:
http://www.kaeferclub-siegerland.de/technik/kurbelw.htm

Mal schauen ob ich das heute noch verinnerlichen kann :roll:

..hab den ersten Beitrag editiert, gibt zwei neue Bildchen :up:
Benutzeravatar
Kersten
Beiträge: 119
Registriert: Mo 26. Dez 2011, 11:24
Wohnort: Obernkirchen

Re: Überholung 1300ccm 40PS MKB F

Beitrag von Kersten »

So. Motorblock ist gereinigt und die Lagersitze ausgemessen (habe den 1. Beitrag wieder editiert...)

Würde es wohl Sinn machen neue Lagerschalen einzubauen also die mit dem Standartmaß oder ist das rausgeworfenes Geld?
Antworten