sporadisch weiter Pedalweg – späterer Druckpunkt
Verfasst: So 11. Mai 2025, 23:34
Hallo zusammen,
heute ist mir etwas passiert, das mich doch ziemlich beunruhigt – vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee, woran es liegen könnte?
Zur Einordnung: Ich habe meinen 1200er Käfer, Baujahr 1969, nach über vier Jahren Standzeit endlich wieder auf die Straße gebracht. Er hat Trommelbremsen rundum und Zweikreis-Bremssystem mit nur einem Bremsdruckschalter im HBZ, also ohne Kontrolleuchte.
In der Zeit habe ich den Wagen überarbeitet. Die Bremsleitungen und -zylinder hatte ein Vorbesitzer augenscheinlich mal neu gemacht. Sah durch die Öffnungen im Staubschutzblecht alles neuwertig aus, und da ich bei der Abholung keine Probleme mit den Bremsen hatte, habe ich die Trommeln auch nicht geöffnet, sondern nur die Bremsen eingestellt, einen neuen FTE-Hauptbremszylinder eingebaut, frische Bremsflüssigkeit eingefüllt und sorgfältig entlüftet. Danach war alles dicht, der Wagen hat sofort TÜV bekommen – Bremsen laut Prüfstand „top“ und schön gleichmäßig.
Hinweis zum Einstellen der Bremsen:
Beim Einstellen der Trommelbremsen hatte ich das Problem, dass ich sie nicht komplett schleiffrei bekommen habe – minimaler Kontakt war immer da. Ich habe sie dann einfach gleichmäßig eingestellt, in der Annahme, dass sich das beim Fahren legt (eventuell noch leichter Dreck oder Rost von der langen Standzeit). Mittlerweile schleifen sie tatsächlich nicht mehr hörbar. Alles dreht schön frei, aber der Wagen zieht beim Bremsen inzwischen gering nach links.
Seit der TÜV-Abnahme bin ich etwa sechs Wochen regelmäßig, aber immer nur kurz gefahren – heute dann erstmals eine etwas längere Tour von ca. 30 Kilometern. Und dann das Problem:
Symptome:
Gegen Ende der Fahrt ist mir beim Bremsen plötzlich das Pedal durchgesackt.
Nach dem "Nachtreten" war zunächst alles wieder normal.
Danach trat das Problem immer häufiger auf.
Zuhause habe ich den Wagen abgestellt und kontrolliert:
Was ich bislang prüfen konnte:
Bremsflüssigkeit im Behälter – Stand scheint unverändert.
Keine Undichtigkeiten oder Spuren von ausgetretener Flüssigkeit sichtbar.
Im Stand ließ sich der Fehler nicht reproduzieren – Pedalverhalten normal.
Handbremse zieht gleichmäßig und hat unveränderten Weg.
Radlager vorne links scheint ein minimales Spiel zu haben – ob relevant, weiß ich noch nicht.
In Sonntagskleidung habe ich mich dann nicht weiter unters Auto gelegt. Aber aus Neugier bin ich nochmal vorsichtig ein paar Runden um den Block gefahren – da war dann wieder alles okay.
Meine Frage an euch:
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Kann es trotz aller Sichtprüfung ein Bremszylinder sein, der nur unter Belastung „zickt“? Oder ist es vielleicht ein Problem im neuen Hauptbremszylinder? Oder könnte Luft im System sein, die sich erst bei höherer Temperatur bemerkbar macht?
Bin für jeden Hinweis dankbar – ich will nicht auf Verdacht alles auseinanderreißen, aber mit dem Wissen, dass so etwas wieder passieren kann, fahre ich ehrlich gesagt nicht gerne weiter.
Viele Grüße
Nero
heute ist mir etwas passiert, das mich doch ziemlich beunruhigt – vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee, woran es liegen könnte?
Zur Einordnung: Ich habe meinen 1200er Käfer, Baujahr 1969, nach über vier Jahren Standzeit endlich wieder auf die Straße gebracht. Er hat Trommelbremsen rundum und Zweikreis-Bremssystem mit nur einem Bremsdruckschalter im HBZ, also ohne Kontrolleuchte.
In der Zeit habe ich den Wagen überarbeitet. Die Bremsleitungen und -zylinder hatte ein Vorbesitzer augenscheinlich mal neu gemacht. Sah durch die Öffnungen im Staubschutzblecht alles neuwertig aus, und da ich bei der Abholung keine Probleme mit den Bremsen hatte, habe ich die Trommeln auch nicht geöffnet, sondern nur die Bremsen eingestellt, einen neuen FTE-Hauptbremszylinder eingebaut, frische Bremsflüssigkeit eingefüllt und sorgfältig entlüftet. Danach war alles dicht, der Wagen hat sofort TÜV bekommen – Bremsen laut Prüfstand „top“ und schön gleichmäßig.
Hinweis zum Einstellen der Bremsen:
Beim Einstellen der Trommelbremsen hatte ich das Problem, dass ich sie nicht komplett schleiffrei bekommen habe – minimaler Kontakt war immer da. Ich habe sie dann einfach gleichmäßig eingestellt, in der Annahme, dass sich das beim Fahren legt (eventuell noch leichter Dreck oder Rost von der langen Standzeit). Mittlerweile schleifen sie tatsächlich nicht mehr hörbar. Alles dreht schön frei, aber der Wagen zieht beim Bremsen inzwischen gering nach links.
Seit der TÜV-Abnahme bin ich etwa sechs Wochen regelmäßig, aber immer nur kurz gefahren – heute dann erstmals eine etwas längere Tour von ca. 30 Kilometern. Und dann das Problem:
Symptome:
Gegen Ende der Fahrt ist mir beim Bremsen plötzlich das Pedal durchgesackt.
Nach dem "Nachtreten" war zunächst alles wieder normal.
Danach trat das Problem immer häufiger auf.
Zuhause habe ich den Wagen abgestellt und kontrolliert:
Was ich bislang prüfen konnte:
Bremsflüssigkeit im Behälter – Stand scheint unverändert.
Keine Undichtigkeiten oder Spuren von ausgetretener Flüssigkeit sichtbar.
Im Stand ließ sich der Fehler nicht reproduzieren – Pedalverhalten normal.
Handbremse zieht gleichmäßig und hat unveränderten Weg.
Radlager vorne links scheint ein minimales Spiel zu haben – ob relevant, weiß ich noch nicht.
In Sonntagskleidung habe ich mich dann nicht weiter unters Auto gelegt. Aber aus Neugier bin ich nochmal vorsichtig ein paar Runden um den Block gefahren – da war dann wieder alles okay.
Meine Frage an euch:
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Kann es trotz aller Sichtprüfung ein Bremszylinder sein, der nur unter Belastung „zickt“? Oder ist es vielleicht ein Problem im neuen Hauptbremszylinder? Oder könnte Luft im System sein, die sich erst bei höherer Temperatur bemerkbar macht?
Bin für jeden Hinweis dankbar – ich will nicht auf Verdacht alles auseinanderreißen, aber mit dem Wissen, dass so etwas wieder passieren kann, fahre ich ehrlich gesagt nicht gerne weiter.
Viele Grüße
Nero