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CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 12:14
von Getriebekiller
Hallo,
Wie im Vorstellungsbereich schon erzählt, habe ich vor, den CU- Motor meiner T3 Pritsche zu überholen. Beziehungsweise einen Motor aus meiner Teilesammlung, um in Ruhe und ohne Zeitdruck arbeiten zu können.
Meine bisherigen Erfahrungen im Bereich des Motorenschraubens sind nicht so groß, dementsprechend werde ich die ein oder andere Frage haben, die ich dann in diesem Beitrag stellen möchte.
Mein bisheriges Konzept sieht eine Überholung des Motores vor, bei der leicht modifiziert werden soll. Das heißt für mich erstmal 96mm Kolben/ Zylinder, eine 296* Schleicher Nocke mit starren Stößeln, Zylinderköpfe entweder Bus, oder wenn zu retten Lagerbestände mit 41/34er Ventilen. Bei der Kurbelwelle bin ich mir noch nicht sicher, sollten meine vorhandenen Teile defekt sein, könnte es auch auf die verlängerte von AA hinaus laufen.
Bei nächster Gelegenheit werde ich jetzt also mal die Teile in die Werkstatt holen und eine Bestandsaufnahme machen, und wahrscheinlich kommen dann die ersten Fragen.
Der Grundgedanke ist, einen etwas angenehmeren Motor zu bekommen. Ich habe neulich einen 78ps WBX vor einem identischen Getriebe gefahren und es waren Welten zu meinem CU.
Gruß Jan
PS: Nochmal zwei Bilder zu dem Auto, auch wenn ich die in der Vorstellungsecke schon gezeigt habe...

Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Mi 9. Nov 2016, 18:49
von Marekker
Hallo Jan,
Ich habe fast das selbe vor für meinen Bus. Auch 96x71, 296°Nockenwelle, starre Stößel mit Ölspritzbohrung garniert mit 2 36IDF Vergasern.
Gehäuse und Köpfe(39x33) sind schon zur Bearbeitung.
Ich denk mal für meine Zwecke reicht das, fahre zur Zeit CT
Grüße Marek
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Fr 11. Nov 2016, 23:38
von Getriebekiller
Ja, nach allem was man so liest und hört, klingt das Konzept für mich nach einer gesunden Geschichte. Und wenn man nen CT gewöhnt ist, reicht das mit Sicherheit, auch wenn ich selbst noch nicht das Vergnügen hatte, einen zu fahren.
Bei mir sind die Tage die ersten Teile ins Haus geflattert. 96er Kolben& Zylinder, die 296er Schleicher, Stößel, neue Motorlager, Dichtsätze und Kleinkram. Der Rest kommt nach dem Zerlegen und Vermessen.
Zudem hab ich mir diese Woche viel über Vergaser durchgelesen. Ich möchte gern aus verschiedenen Gründen erstmal bei den 32-34er Solex bleiben. Nun bin ich auf einen Umbau gestoßen, welcher die 36-40er mit den Düsen vom 32-34er fährt und gut läuft. Und auf die Möglichkeit, die Venturis der 32-34er auf 28mm (28,5mm liest man auch?) aufzudrehen, was ja dem Maß der 36-40er entspricht. Werd ich probieren und berichten. Heut hab ich nebenbei mal angefangen, die Vergaser zu zerlegen, um sie bei einem Freund ins Ultraschallbad bringen zu können.
Bei nächster Gelegenheit muss ich dann die Motoren, Köpfe und sonstigen Typ4- Kram in die Werkstatt holen und ordnen. Fotos kommen dann auch bei Zeiten.
Gruß Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Sa 12. Nov 2016, 12:12
von sado
Getriebekiller hat geschrieben:.....Und auf die Möglichkeit, die Venturis der 32-34er auf 28mm (28,5mm liest man auch?) aufzudrehen, was ja dem Maß der 36-40er entspricht. ....
Ich meine, dass die 75PS Version die 28er Venturis hatte....Die 85PS Version hatte die 30er. Das ist der wichtige Unterschied bei den 36/40 Vergasern!
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 13. Nov 2016, 11:01
von Getriebekiller
Ok, danke für den Hinweis. Da guck ich nochmal, ob ich was finde. Irgendwie muss ich mich sowieso noch mehr mit den Bedüsungen und Kram beschäftigen.
Gestern hab ich spontan noch eine Stunde Zeit in der Werkstatt gehabt, und merke plötzlich, dass meinem vorgestern zerlegtem Pdsit3 der Schwimmer fehlte?! Irgendwie hab ich Freitag beim Zerlegen schon gedacht, da ist was komisch.

Zum Glück hab ich hier sechs Vergaser gesammelt, alleine schon für ne einheitliche Bedüsung wird das hilfreich sein.
Nen Motorständer hab ich mir auch leihen können, das ist ja auch sehr angenehm zum Arbeiten, wenn man den Rumpf drehen kann. Wobei, ich habe vor Jahren auf diesem geliehenen Motorständer mal nen Hanomag Dreizylinder Diesel mit 2,1L Hubraum gemacht, der war fast zu schwer zum drehen.
Gruß Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 20. Nov 2016, 21:36
von Getriebekiller
So, am Freitag hab ich spontan das Licht des Nachmittages nutzen können, um meine "Lagerware" in die Werkstatt zu bringen. Dann kann man ja auch nicht ruhig bleiben, ohne das Zerlegen zu starten. Obwohl ich mit den Vergasern natürlich noch nicht weiter gekommen bin, und die jetzt erstmal wieder eingetütet hab.
Der CU kommt aus einem Joker und ist 2014 in den Alpen mit starkem Leistungsverlust gestorben. Zylinder drei und vier hatten wohl keine Kompression mehr. Ich hab den so übernommen, wie er auf dem ersten Bild ist, also recht unvollständig, dafür hab ich aber auch quasi nur die gebrauchte Lichtmaschine bezahlt.
Dritter Zylinder, der vierte sah auch so aus:
Dafür hat die andere Seite wohl in raumer Vorzeit nen Feindkontakt gehabt. Einen Fremdkörper hab ich da allerdings nicht mehr angetroffen...
Mal sehen, was ich damit anfange. Die Tage wird weiter zerlegt und mal etwas sauber gemacht.
Übrigens verstehe ich nicht, warum ein Teil der Bilder schon wieder auf der Seite liegt. Auf dem Computer stehen die richtig. Mysterium Elektrogeräte...
Gruß Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 07:40
von orra
Hallo,
na das sieht ja fast wie zu erwarten war aus.
Der zweite Zylinder hat irgend etwas verschluckt. Mgw. Vergaserteile...
Beim ersten Zylinder ist mindestens das EV eingetrümmert und so wie es aussieht mit sammt dem Sitzring.
So etwas passiert z.B. , wenn man zu lange mit klappernden Hydros fährt.
Die Nockenwelle wird 100% tot sein, so wie auch die Stößel.
Auch Überhitzungen können solche Schäden an den Ventilsitzen anrichten.
Köpfe somit
Ein Kolben hat erheblich gefressen.
Da sind eine Menge Späne im Motor herumgewandert......
Ich drücke die Daumen, daß wenigsten die Kurbelwelle und das Gehäuse brauchbar sind. Der Rest dürfte "durchsein"
Gruß,
orra
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 09:50
von Getriebekiller
Deine Einschätzung bestätigt meine Vorahnungen...
Einen Blick auf die Nockenwelle hab ich erahnen können, die sieht "interessant" aus.
Späne waren auch übermäßig viel im Öl, ne Menge Silber- und Kupferschlieren.
Gruß Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren..
Verfasst: Mo 21. Nov 2016, 22:19
von Getriebekiller
Bevor jetzt bis zum Wochenende wieder nur Theorie angesagt ist, hab ich heute den Rest zerlegt. Zu aller erst, die Kurbelwelle sieht auf den ersten Blick gut aus, nichts zu fühlen oder zu sehen. Die Lagerpunkte ebenfalls. Hat noch Sinn, sich das näher anzugucken.
Aber Nockenwelle mit Lagern und Stößel sind bewundernswert aus der Form geraten. Das sind schon Millimeter.
Ein paar Fragen waren mir über den Abend gekommen, aber auf Grund der Uhrzeit stelle ich die heut nicht mehr...
Gruß Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: Do 24. Nov 2016, 19:54
von Getriebekiller
Ja, irgendwie war die Tage viel los, so dass ich noch keine Zeit für Fragen hatte. Deswegen hat sich schon einiges wieder geklärt. Zwei Dinge bleiben aber vorerst noch, über deren Beantwortung ich mich freuen würde.
Und zwar erstens, im vorliegenden VW RLF für den CU sind die Toleranzen für das Gehäuse und die KW nicht angegeben. Nun habe ich in meinem Fundus noch den RLF für den T2b mit 1,8L Motor, hier sind alle in meinen Augen zur Vermessung notwendigen Sollmaße mit Toleranzen angegeben. Die müsste ich doch beim 2L genauso anwenden können, oder?
Und zweitens, nochmal zum Zylinderkopf. Das eine Ventil ist tatsächlich etwa 1-2mm zu tief. Lässt sich sowas mit einem neuen Ventilsitz beheben? Den Schaden im Brennraum kann man ja sicherlich planen, aber dieser Ventilsitz stellt mich vor die Wahl, ob ich neue Köpfe bestelle, oder ob der Gedanke an eine wirtschaftliche Überarbeitung gegeben sein könnte? (Mir ist bewusst, dass man keine sichere Antwort anhand eines schlechten Fotos geben kann, aber eine grobe Einschätzung über die Möglichkeit wäre toll.)
Danke schon mal,
Jan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 27. Nov 2016, 10:16
von till550
zu 1.) Ja
zu 2.) Siehe Orra: Das lässt sich beheben, aber es bleibt ein Restrisiko. Und billig ist die Reparatur nicht. Deshalb: 2x neu bitte.
Gruß vom Till (mit gerade neu gekauften Köpfen an seinem Typ 1)
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 27. Nov 2016, 11:38
von 74er_1303
Sehe ich genauso wie Till
Grüße
Stefan
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 27. Nov 2016, 14:37
von Michael461
Ich würde nur den eingeschlagenen Kopf tauschen...gegen einen gut gemachten Gebrauchten.
Die Alternative, AMC Köpfe, gefällt mir persönlich ganz und gar nicht.
Da sehr viele Bulli-Motoren so aussehen wie Deiner, sollte es Massen an Einzelköpfen gebraucht geben.
aufgearbeitet vertraue ich denen Lichtjahre weiter!
Finde es erschreckend wieviele hier glauben "neu ist gut"
nur mein Senf

Gruß Micha
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 27. Nov 2016, 19:55
von Marekker
Hallo,
Eben drum hab ich mich auch dazu entschieden meine Köpfe “frisch“ machen zu lassen und keine neuen AMC zu nehmen.
Hab bisher nicht wirklich gutes gelesen über die neuen.
Grüße Marek
Re: CU überholen und leicht modifizieren...
Verfasst: So 27. Nov 2016, 21:20
von Getriebekiller
Den Ruf der AMC- Köpfe hab ich auch schon gehört. Aber ich habe zwei überholte Köpfe aus hoffentlich qualitativ zuverlässiger Quelle erworben, die in den nächsten Tagen bei mir eintreffen sollten, dann soll es wohl laufen.
Heute bin ich mal dazu gekommen, die Gehäusehälften zu putzen. Zumindest das Öl ist runter. Damit und mit der KW muss ich mir die Tage mal jemanden in der Nähe zum Vermessen suchen, da ich selber nur die Möglichkeiten der Zehntel hab und an das Werkzeug nicht vor Januar ran komme. Wenn das Ergebnis dann positiv ausfallen sollte, geht es hoffentlich schon bald an den Zusammenbau, für den mir nur noch etwas Dichtmasse, passende Lagerschalen und die vergessenen Teile fehlen, die man beim Arbeiten erst bemerkt.
Gruß Jan
