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Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 19:29
von Typ4Theo
moin
mir hat vor ein paar tagen jemand erzählt das,wenn man einen einspritzmotor baut der eine zentrale drosselklappe hat wie VW Porsche,411 und US Bus, man die nockenwelle nicht all zu scharf wählen soll!
kann das jemand bestätigen? wenn ja, wo wäre da die gränze bei euch ausgedrückt in °
es würde sich hierbei um einen Typ4 motor mit 2,3 oder 2,4 liter hubraum handeln dessen einspritzung nicht genügend sprit bereitstellt und deshalb eine DTA oder Trijekt einspritzung erhalten soll und dabei natürlich auch etwas flotter gemacht werden soll deshalb würde mich interessieren ob das mit der einzelnen drosselklappe stimmt und wo das höchstmaas ist.
die einzelne drosselklappe soll auf jeden fall beibehalten werden.
gruss
theo
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 19:47
von ELO
Hallo Theo
Ja das ist richtig !
Gruß
ELO

Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 19:56
von Red1600i
Ja, es gibt so eine Grenze.
Es kommt dabei sehr stark auf das Volumen des Luftsammlers vor der Drosselklappe an.
Bringen wir's mal auf den Punkt...: eine scharfe Nockenwelle verursacht starkes Pulsieren des Luftstroms im Ansaugsystem. Die Pulse bringen die Luftmengen/massenmessung an ihre Messgrenzen, es wird schwierig, die korrekte Menge zu messen. Die Werte springen, sind nicht konstant. Das bringt den Leerlauf durcheinander, es kommt zum Sägen.
Luftmassenmesser klappen brauchbar auch mit scharfen Nockenwellen, tendenziell sind sie besser als Luftmengenmesser mit der Klappe. Recht bescheiden sind Systeme mit der Druckerfassung wie z.B. VW Bus, 1600i, D-Jetronik. Der Luftdruck tanzt in solchen Systemen, der Messwert damit auch und der Leerlauf wird damit recht bescheiden.
Als Grenze für den Alltagsbetrieb beim Typ1 sind Werte um 300 zu sehen. Eine Schleicher mit 296 Grad geht noch recht gut, mit 308 Grad wird's schon recht schwierig einen schönen gleichmäßigen Leerlauf hinzukriegen. Eine W125 oder W130... sinnlos.
Optimieren kann man das durch ein größeres Plenum vor und hinter der Drosselklappe, ausreichend große und lange Ansaugkanäle die diese Druckschläge ausegalisieren. Oder eben durch einen Luftmassenmesser.
Sehr sinnvoll ist da auch eine vollsequentielle Steuerung. Ist zwar sehr großer Luxus, aber es hilft sehr gut Mengenfehler zum kompensieren und auch den Leerlauf ruhig zu bekommen. Ist zwar eine große Kanone auf einen kleinen Spatzen, hilft aber die Grenze sehr weit zu treiben.
Das da unten ist ein 1800i von mir, mit ner 296er Schleicher plus 1:1.4 Kippern. Von Serie doch kaum zu unterscheiden? Natürlich sind da etliche weitere Sachen noch mit drin...
http://www.youtube.com/watch?v=kC9kS9KgzEs
Wenn du also eine Trijekt mit Luftmassenmessung hinkriegst, eine saubere Drehzahlerfassung, mindestens halbsequentiellen Betrieb und ein GROSSES langes gleichmäßiges Saugsystem mit einem größeren Plenum vor der Drosselklappe.... dann sollten 308 Schleicher kein Problem sein. Dann ballert er so schön brav vor sich hin wie Serie.
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 20:11
von ELO
Ich habe vor 30 Jahren viel Zeit mit der Abstimmung der Typ4 Motoren in Verbindung mit der K-Jetronik Einspritzung verbracht und da tritt genau das Problem auf mit den Schwingungen im Ansaugtrakt.
Verwende für deinen Einsatzzweck einfach die originale Nockenwelle vom Porsche 914 und alles wird gut.
Gruß
ELO

Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 20:22
von Typ4Theo
ELO hat geschrieben:Ich habe vor 30 Jahren viel Zeit mit der Abstimmung der Typ4 Motoren in Verbindung mit der K-Jetronik Einspritzung verbracht und da tritt genau das Problem auf mit den Schwingungen im Ansaugtrakt.
Verwende für deinen Einsatzzweck einfach die originale Nockenwelle vom Porsche 914 und alles wird gut.
Gruß
ELO

ich habe 25 jahre lang eine 304° hydrowelle von dbillas mit einer opel drosselklappe vom GTE gefahren und nie probleme gehabt .....und ich werde keine originalwelle mehr verbauen dasist mir zu mager
ich wollte nur mal wissen ob das stimmt und wo die grenze liegt weil ich davon nie was bemerkt hatte
grus
theo
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 20:27
von ELO
Da oben steht nichts von - ich möchte die optimale Leistung rausholen.
Noch ein kleiner Tipp - es ist sehr viel abhängig von der Ventilüberschneidung im OT ( in mm )
Mehr schreibe ich jetzt nicht dazu.
Viel Spass bei deinem Projekt
Gruß
ELO

Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 20:38
von Typ4Theo
ELO hat geschrieben:Da oben steht nichts von - ich möchte die optimale Leistung rausholen.
Noch ein kleiner Tipp - es ist sehr viel abhängig von der Ventilüberschneidung im OT ( in mm )
Mehr schreibe ich jetzt nicht dazu.
Viel Spass bei deinem Projekt
Gruß
ELO

sorry wenn das zu rüde klang ,war nicht so gedacht aber hier kann man nicht so gut die emotionen und mimik rüberbringen

...klar soll das kein racer geben aber etwas mehr bums soll schon sein .........aktuell fahre ich einen 2,1 liter mit einer 287° sportnockenwelle......der geht recht gut jedoch finde ich das zu früh schluss ist mit der leistung ....im vergleich dazu war bei der 304° welle lange noch nicht schluss deshalb würde ich wieder in diese richtung gehen wollen und wenn ihr schreibt das ca 308° noch machbar sind,weshalb nicht?
gruss
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 21:04
von ELO
Schau dir mal das Saugrohr und den Sammler an.
Diese Teile wurden von der Firma Willibald gefertig und vertrieben.( Für K-Jetronik )
Ab und zu sind diese Teile noch auf dem Gebrauchtmarkt erhätlich.
Die Drosselklappe vom 911 SC wird dafür verwendet.
Gruß
ELO

Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 21:17
von Typ4Theo

- Ljetronik.2.4.JPG (112.05 KiB) 9950 mal betrachtet
ELO hat geschrieben:Schau dir mal das Saugrohr und den Sammler an.
Diese Teile wurden von der Firma Willibald gefertig und vertrieben.( Für K-Jetronik )
Ab und zu sind diese Teile noch auf dem Gebrauchtmarkt erhätlich.
Die Drosselklappe vom 911 SC wird dafür verwendet.
Gruß
ELO

die sehen in etwa genau so lang aus wie die vom 914.....es geht doch um die länge,oder?
so siehts bei mir aus beim 2,4L mit Ljetronik
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 22:00
von Poloeins
Also ich habe im 1200er 311grad mit 14mm Ventilhub.Verbaut ist eine einzelne Drosselklappe mit 40mm von Jenvey.Diese Drosselklappe hat zwei Düsen so das ich eine Monopointspritze habe.Also nix sequetiell oder so.
Das läuft wunderbar stabil auch bei 800Umin obwohl der Motor nur einen Unterdruck von 0,2bar im Standgas hat.
Wie sich das auf den oberen Drehzahlbereich auswirkt,kann ich nicht sagen weil ich aufgeladen unterwegs bin...zumindest da funzt es sehr gut;-)
also Theorie und Praxis...
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Do 24. Jul 2014, 22:01
von Poloeins
P.S.:Ich fahre natürlich keinen Luftmengenmesser sondern Kombiniert Alpha-N mit Map...
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Fr 25. Jul 2014, 05:26
von Typ4Theo
Poloeins hat geschrieben:Also ich habe im 1200er 311grad mit 14mm Ventilhub.Verbaut ist eine einzelne Drosselklappe mit 40mm von Jenvey.Diese Drosselklappe hat zwei Düsen so das ich eine Monopointspritze habe.Also nix sequetiell oder so.
Das läuft wunderbar stabil auch bei 800Umin obwohl der Motor nur einen Unterdruck von 0,2bar im Standgas hat.
Wie sich das auf den oberen Drehzahlbereich auswirkt,kann ich nicht sagen weil ich aufgeladen unterwegs bin...zumindest da funzt es sehr gut;-)
also Theorie und Praxis...
...........311° ist doch ein wort da geht doch was 14mm VH ist nicht wenig.........ich denke das ich jetzt auch da hinkomme mir ging es nur um die bestätigung darüber das es grenzen gibt bei einer drosselklappe und wie sich das auswirkt......danke und gruss
theo
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Fr 25. Jul 2014, 14:11
von Red1600i
Der Lars muss aber auch keine Abgasuntersuchung regelmäßig bestehen...
Alpha-N und G-Kat oder auch nur leicht anspruchsvollere Abgasgeschichten geht nicht so toll zusammen...
Wenn's wurscht is... geht vieles.
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Fr 25. Jul 2014, 14:51
von B. Scheuert
Red1600i hat geschrieben:Der Lars muss aber auch keine Abgasuntersuchung regelmäßig bestehen...
Alpha-N und G-Kat oder auch nur leicht anspruchsvollere Abgasgeschichten geht nicht so toll zusammen...
Wenn's wurscht is... geht vieles.
Da kann ich nur beipflichten! Ich hatte bei mir im T3 Wasserboxer (2,1l Digifant / L- Jetronic / Kb. MV) eine Schleicher Nw montiert. Irgendwas mit 282 Grad. Die Leute von Schleicher haben mich gewarnt

aber man hat ja ein gesundes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Der Leerlaufsteller hatte zu kämpfen und der Lambda Regelkreis auch. Die AU musste direkt nach der Konditionierung zügig abgewickelt werden, sonst war die Leerlaufwerte wieder daneben. Die Erhöhung der Federvorspannung im Luftmengenmesser und die Verschiebung der Leerlaufstellung mit Hilfe der Bypassschraube brachte Besserung. trotzdem war es immer wieder ein Problem wenn die Temperaturen rauf oder runter gingen. Dann musste ständig angepasst werden und er ging auch schon einmal aus. Ab Teillast nach oben alles kein Problem. Also immer schon vorsichtig!
Re: Berechnung der nockenwelle bei einer Drosselklappe
Verfasst: Fr 25. Jul 2014, 19:05
von Typ4Theo
B. Scheuert hat geschrieben:Red1600i hat geschrieben:Der Lars muss aber auch keine Abgasuntersuchung regelmäßig bestehen...
Alpha-N und G-Kat oder auch nur leicht anspruchsvollere Abgasgeschichten geht nicht so toll zusammen...
Wenn's wurscht is... geht vieles.
Da kann ich nur beipflichten! Ich hatte bei mir im T3 Wasserboxer (2,1l Digifant / L- Jetronic / Kb. MV) eine Schleicher Nw montiert. Irgendwas mit 282 Grad. Die Leute von Schleicher haben mich gewarnt

aber man hat ja ein gesundes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Der Leerlaufsteller hatte zu kämpfen und der Lambda Regelkreis auch. Die AU musste direkt nach der Konditionierung zügig abgewickelt werden, sonst war die Leerlaufwerte wieder daneben. Die Erhöhung der Federvorspannung im Luftmengenmesser und die Verschiebung der Leerlaufstellung mit Hilfe der Bypassschraube brachte Besserung. trotzdem war es immer wieder ein Problem wenn die Temperaturen rauf oder runter gingen. Dann musste ständig angepasst werden und er ging auch schon einmal aus. Ab Teillast nach oben alles kein Problem. Also immer schon vorsichtig!
........aber all diese probleme hattest du nicht mit einer DTA oder Trijekt anlage sondern mit der originalen Digifant,oder? ich hoffe doch schwer das man mit einer programierbaren anlage so was in den griff bekommt wenn man es nicht übertreibt mit den steuerzeiten....
gruss
theo