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Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 19:35
von Varus
Der 914(wie der 411 ja auch) hat ja schon ein schön großen Luftentpulsatorraum :lol: bevor die Rohre zu den Köpfen gehen.
Zur Nockenwelle würde ich an Schleichergraden die 296er nehmen.
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@red: früher mussten die Ventile beim Tunen (frisieren) an der Zylinderwand kratzen, was geht, ja. Ging als natürliche Logik bis in die 1980er Jahre so weiter, bis man umdachte: Straßen- oder Rennmotor. So von der Drehzahl und Drehmoment .
Alles ist immernoch im Fluss in dieser Richtung und das Erkenntnissende wohl noch nicht erreicht.
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Aufgefallen ist das mir bei einem Tuner, vor zig Jahren, der mit SERIENVENTILgrössen warb beim 2L Typ4 und zwar die 1700er Köpfe mit Ventilen 39/33(!) und aus diesen 2L mit 296er Nocke 136PS rausholte.
Da war bei einigen noch im Kopf, für 136PS min.(!!) 42/36er Ventile, weil der 2L 100PS VW-Porsche ja schon diese Kombi hatte. 44/36er waren ergo damals so taxe dafür.

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 20:57
von Jürgen N.
hallo jürgen, könntest du solch eine welle machen wie oben beschrieben? bzw welche baust du bei deinem aktuellen 2,6 jetzt ein?
gruss
theo[/quote]

Hallo Theo,

306° mit 10,6mm Nockenhub.
Hat aber sehr starke Nockenbeschleunigung, ist nicht vergleichbar mit einer 308° Schleicher.

Gruss Jürgen

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 21:12
von Edelweiss
Jürgen N. hat geschrieben:hallo jürgen, könntest du solch eine welle machen wie oben beschrieben? bzw welche baust du bei deinem aktuellen 2,6 jetzt ein?
gruss
theo
Hallo Theo,

306° mit 10,6mm Nockenhub.
Hat aber sehr starke Nockenbeschleunigung, ist nicht vergleichbar mit einer 308° Schleicher.

Gruss Jürgen[/quote]

Hallo Jürgen,

wo genau liegen die Beschleunigungen der beiden Profile ?


Herzlichen Gruß

Dirk

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 21:22
von Jürgen N.
Hallo Dirk,

das kann ich Dir von der Schleicher ehrlich gesagt gar nicht sagen.
Aber die Schleicher Beschleunigungen waren immer recht moderat - da ist schon Luft nach oben.

Gruss Jürgen

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 21:41
von Typ4Theo
Jürgen N. hat geschrieben:hallo jürgen, könntest du solch eine welle machen wie oben beschrieben? bzw welche baust du bei deinem aktuellen 2,6 jetzt ein?
gruss
theo
Hallo Theo,

306° mit 10,6mm Nockenhub.
Hat aber sehr starke Nockenbeschleunigung, ist nicht vergleichbar mit einer 308° Schleicher.

Gruss Jürgen[/quote]

wie muss ich das " aber " verstehen! meinst du das dies nachteile hätte mit einer drosselklappe?
theo

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 21:44
von Edelweiss
Jürgen N. hat geschrieben:Hallo Dirk,

das kann ich Dir von der Schleicher ehrlich gesagt gar nicht sagen.
Aber die Schleicher Beschleunigungen waren immer recht moderat - da ist schon Luft nach oben.

Gruss Jürgen
Hallo again,

ist es ein Pauterprofil ? Oder Webcam ?

und wo liegt das 306 Grad Profil an der Anlauframpe, mit welcher Kipphebelübersetzung soll es betrieben werden ?

Ich habe grad bei einem Motor die Beschleunigung von 0,023 über 0,028 auf 0,032 variiert - mit erstaunlichem, aber voraussehbarem, Ergebnis.

Danke und Gruß

Dirk

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 22:04
von Jürgen N.
Hallo Dirk,

wie kommst Du auf Pauter oder Webcam?
Eigenentwicklung.
Solche Rampen können aber nur mit höchster Fertigungsqualität umgesetzt werden.
Da scheiden Pauter und Webcam leider aus.

Die Höhe der Beschleunigung werde ich aber nicht öffentlich machen.

Gruss Jürgen

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Sa 27. Dez 2014, 22:13
von Typ4Theo
Zur Nockenwelle würde ich an Schleichergraden die 296er nehmen.

.....für 2,6L würdest du die auch einbauen?
gruss
Theo
-

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: So 28. Dez 2014, 10:10
von Typ4Theo
Red1600i hat geschrieben:Eigentlich müßte man es eher davon abhängig machen, was denn überhaupt reinpasst.

Wenn ich mir einen 1972er M10 2L Vierzylinder von BMW ansehe, dann hat dieser doch recht kleine Motor mit nur knapp 90mm Bohrung bereits ein 46mm Einlassventil und ein 38er Auslassventil.

Also 500ccm Volumen bereits 46 EV 38 AV. Das wäre der normale Stand der Technik in den 70ern bei 2-Ventilern gewesen. 2L, 120-130PS.

Da empfinde ich ein 46er EV 40AV bei einem 2,6L eher als ....hmmmm, mickrig. :character-oldtimer:

Es kommt halt auf den Kopf an, was man überhaupt unterkriegen kann. Bei zwei Ventilen, die auch noch von unten im gleichen Winkel gesteuert werden müssen, ist halt nur recht wenig machbar. Es ist nunmal kein OHC Motor mit V-förmig hängenden Ventilen.

Ganz ehrlich? Ich würde das reinmachen, was technisch überhaupt geht ohne zuviel Material wegnehmen zu müssen.

Eigentlich müßte man bei so großen Zylinder Einheiten bereits die äußeren Ventile und auch Kanäle verschieben, quasi den Kopf auseinander ziehen. Bei so riesigen Bohrungen wie 106mm müßte eigentlich das Ventil verschoben werden, der Ventilabstand EV zu AV ist ja eigentlich die echte Grenze.

Ausserdem wird die Brennraumform mit so riesigen parallelen Ventilen mehr als ungünstig.

Das mit der zentralen Drosselklappe macht die Sache recht simpel. Damit kannst du eh keine superscharfen Nockenwellen fahren, sondern eher braveres Material. Somit ist es auch nicht relevant, super große Ventile haben zu müssen. Gib ihm schön gezeichnete leicht getrichterte lange Rohre mit etwa 1,5x dem Hubvolumen, dann fließt das auch recht schön. Gib ihm eine Verdichtung um die 10, eine schöne kleine Niere als Brennraum mit wenig Rückstand und dann läuft der ganz nett im Alltag. Mit einem ordentlichen Plenum und einem ordentlichen zentralen Luftfilter sind das auch 150PS, aber von einer ganz anderen Klasse. Keine Ponys, sondern schwere Pferde... der drückt anders. Ganz besonders in einem Cabrio würde ich ein Drehmoment Monster weit mehr schätzen als eine Hochdrehzahl Maschine.

Also bau rein, was deine Technik problemlos hergibt. Und sonst lass es gut sein.
wie die jungs hier schreiben ist die drosselklappe auch ein problem im bezug auf die nockenwellengrösse!
haben die bei trijekt was entsprechend grösseres im angebot,weisst du das? ich konnte nicht finden auf der webseite
gruss
theo

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: So 28. Dez 2014, 13:39
von edi
Hallo Theo,
bei einem 2,6ltr. Typ 4 würde ich immer auf 46/39 oder 46/42 Ventile gehen.Unbedingt auf Natrium gekühlte oder noch besser Nimonic Ventile zurückgreifen(wichtig). Durch die größeren Auslaßventile und besseren Voraussetzungen ist die Wärmeabfuhr erheblich besser und der Motor neigt nicht so schnell zum klingeln.Bei Leistungsmeßung und Brennraumindizierung auf stationnärem Prüfstand immer wieder bewiesen worden. Mit einer Drosselklapppe würde ich nicht höher wie 316 Grad gehen(Schleicher Werte). Kolbenrückstand nicht mehr im Zylinder sondern im Zylinderkopf mit CU Köpfen und richtigem Brennraum(Klingelneigung geringer). Vorsicht! Kennfeldzündung ist super aber kein Allheilmittel wen die Komponenten nicht zusammen passen. Wenn Du mit der Zündung zuweit zurück mußt geht der Motor nicht richtig. 140 PS mit 914 Teile ist möglich.

mfg
Edi

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: So 28. Dez 2014, 16:41
von Mr.Boost/JBC
Das man eine aggressive Nocke nicht mit einer zentralen Drosselklappe fahren kann, bin ich anderer Meinung. Man muss Plenum und Ansaugrohre anpassen. Zusammen mit angepassten Fächerkrümmer kann man das Drehmoment verschieben wo es günstiger bzw. gewünscht ist. Weil es aber aufwendig ist dies zu berechnen und zu konstruieren macht es keiner. Ist aber möglich. Man kann es nach der Helmholztheorie berechnen. Für höhere Drehzahlen sollte der Plenum mehr Volumen haben. Die meisten Plenums bei Rennfahrzeuge haben einen Volumen von ca. 2,5 - 3 mal Hubraum des Motors oder sind vom Reglement vorgegeben.Man kann aber mit einem angepassten Fächerkrümmer schon sehr viel erreichen.Einfacher ist es mit konventionelle Drosselklappen die Trichterlängen anzupassen.

Gruß Mark

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: So 28. Dez 2014, 18:02
von Typ4Theo
Mr.Boost/JBC hat geschrieben:Das man eine aggressive Nocke nicht mit einer zentralen Drosselklappe fahren kann, bin ich anderer Meinung. Man muss Plenum und Ansaugrohre anpassen. Zusammen mit angepassten Fächerkrümmer kann man das Drehmoment verschieben wo es günstiger bzw. gewünscht ist. Weil es aber aufwendig ist dies zu berechnen und zu konstruieren macht es keiner. Ist aber möglich. Man kann es nach der Helmholztheorie berechnen. Für höhere Drehzahlen sollte der Plenum mehr Volumen haben. Die meisten Plenums bei Rennfahrzeuge haben einen Volumen von ca. 2,5 - 3 mal Hubraum des Motors oder sind vom Reglement vorgegeben.Man kann aber mit einem angepassten Fächerkrümmer schon sehr viel erreichen.Einfacher ist es mit konventionelle Drosselklappen die Trichterlängen anzupassen.

Gruß Mark
ich denke das selbe,wie gesagt bin ich schon eine 304°welle gefahren mit serienteilen aus porsche und opeleinspritzung auf 2,4Liter und das ging auch ohne grosse performance arbeit geleistet zu haben einfach zusammengebaut und gefahren......denke das mit kleineren umbauten auch eine 308er oder 316er gehen würde...ich möchte eben nicht das das teil nach 4500 U/min aufhöhrt kraft zu liefern
gruss
theo

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: So 28. Dez 2014, 20:08
von Mr.Boost/JBC
Ich sehe die Steuerzeit (duration) nicht als Problem bei einer zentralen Drosselklappe. Viel mehr aber eine Nocke mit viel Überschneidung. Viel Überschneidung heißt, mehr Resonanzen aus dem Fächerkrümmer die dem Einlasstrakt hochwandern und die Luftsäule bricht zusammen. Daher macht der Motor früher "zu" als gewünscht. Mit der richtigen Berechnung und Konstruktion wie oben erwähnt, kann man diese Resonanzen zum Vorteil nutzen und gar etwas Überdruck im Plenum erzeugen wie z.B. früher in der Formel 1 oder wie moderne Motorräder. Bei Nockenwellen über 300* und viel Hub ist die Überschneidung natürlich auch recht groß. Mit mehr Spreizung kann man das etwas entgegenkommen und einen breiteren Drehmomentverlauf erzielen. Der Nachteil von einem zentralen Drosselklappensystem mit Plenum ist, es muss alles aufeinander abgestimmt sein sonst funktioniert es nicht so wie gedacht bzw. der Rahmen der Möglichkeiten sind begrenzter als mit einem "offenen" System. Das macht sich in der Abstimmung bemerkbar. Mit konventionelle Drosselklappen ist man etwas flexibler und Änderungen sind leichter und schneller umzusetzen.

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Mo 29. Dez 2014, 11:03
von Red1600i
Es ist auch die Frage, welche Art von Einspritzung man wählt für die Erfassung des Lastzustands.

Primitivst wäre die Alpha-n. Da sind Druckschläge und Resonanzen völlig wurscht, merkt sie ja nicht mal. Dafür hat man sein Späßle, wenn sich auch nur das geringste Spiel einstellt oder man ein Schräubchen anders am Gestänge einstellt. Solange keinerlei Spiel in der Drosselanlage ist, geht's ganz brauchbar. Sauber wird's aber nie... nix mit Kat.

Die Unterdruckgesteuerte Version wie bei den Saugmotoren üblich, a'la 1600i oder Busmotor, der reagiert auf Druckschläge und Resonanzen mehr als allergisch. Die mag nur sanfte und brave Nocken, die Steuerzeit ist zwar wurscht, aber jeder Druckimpuls wird zum Späßle für den Abstimmer, aus dem Datenmüll die richtigen Werte zu filtern. A Haufn Arbeit...

Mit Luftmassenmesser ist das schon wieder alles harmlos. Druckschläge kennt der Massenmesser kaum, Steuerzeit ist wurscht, scharfe Nocke auch. Es wird nur sehr eng im Motorraum, ist ja ein zusätzliches Teil. Können auch nicht alle Steuergeräte auswerten, da braucht's gute Hardware. Aber damit ist so einiges möglich...

Re: Ventilgrösse Berechnen

Verfasst: Mo 29. Dez 2014, 12:02
von Typ4Theo
Red1600i hat geschrieben:Es ist auch die Frage, welche Art von Einspritzung man wählt für die Erfassung des Lastzustands.

Primitivst wäre die Alpha-n. Da sind Druckschläge und Resonanzen völlig wurscht, merkt sie ja nicht mal. Dafür hat man sein Späßle, wenn sich auch nur das geringste Spiel einstellt oder man ein Schräubchen anders am Gestänge einstellt. Solange keinerlei Spiel in der Drosselanlage ist, geht's ganz brauchbar. Sauber wird's aber nie... nix mit Kat.

Die Unterdruckgesteuerte Version wie bei den Saugmotoren üblich, a'la 1600i oder Busmotor, der reagiert auf Druckschläge und Resonanzen mehr als allergisch. Die mag nur sanfte und brave Nocken, die Steuerzeit ist zwar wurscht, aber jeder Druckimpuls wird zum Späßle für den Abstimmer, aus dem Datenmüll die richtigen Werte zu filtern. A Haufn Arbeit...

Mit Luftmassenmesser ist das schon wieder alles harmlos. Druckschläge kennt der Massenmesser kaum, Steuerzeit ist wurscht, scharfe Nocke auch. Es wird nur sehr eng im Motorraum, ist ja ein zusätzliches Teil. Können auch nicht alle Steuergeräte auswerten, da braucht's gute Hardware. Aber damit ist so einiges möglich...
hallo
ja wie schon des öfteren gesagt wollte ich eine trijekt anlage verwenden ich bin allerdings noch nicht durchgestiegen was ich alles von meiner Ljetronik weiter behalten soll/kann....ich hatte immer das porblem das man diese fixen anlagen nicht anfetten kann für den oberen bereich so das die motoren bei mir immer abgemagert sind und klingeln .....die Ljetronik hat ja einen luftmengenmesser und platz habe ich genug im wagen....ein selbst angefertigter luftsammler der ein grösseres volumen hat ist auch kein problem es ist wie gesagt die abstimmung aller teile aufeinander......ventile,drosselklappe,nockenwelle........ich hatte dich schon einmal gefragt ob die bei trijekt grössere zentraldrosselklappen haben,haben sie?
gruss
theo