Hallo,
also bei einem Zentralvergaserprojekt sind eine gute Bearbeitung der Köpfe so wie auch die Verdichtung sehr wichtig.
Bewährt haben sich hier als NW z.B. eine W100.
Man kann vortrefflich über Nockenwellen und Ventilgeräusche streiten, man kann es auber auch lassen.
Fakt ist: Je mehr Steuerzeit, und Nockenhub, um so lauter der Ventiltrieb. Dass die US-Wellen da etwas agressivere Anlauframpen haben ist bekannt.
Es wird aber sehr häufig einfach vernachlässigt, dass die NW-Lagergasse und das Zahnflankenspiel von NW zu Kurbelwelle passen muss.
Im serienmäßigen Motor wurden NW-Räder mit +/- 7 verwendet.
Wenn man nun einen neue NW kauft und einfach ein neues NW-Rad drauf schraubt, hat man kaum eine Möglichkeit das Spiel zu korrogieren.
Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Auch sind die Stößelbuchsen so wie die Kipphebelwellen teilweise verschlissen und so entsteht schnell ein Laufgeräusch, was man den Ami-NW andichtet.
Klar, eine sanfte Seriennocke würde da keinen Krach machen, bring aber auch weniger Leistung.
So viel zur Philosophie.
Nockenwellen der W-Reihe sind auch mit 1,25:1-Kippern kombinierbar. (Siehe Nordlandkäfer W140 mit 1,25er Leistung 196,5PS bei 6150U/min)
Für den angesprochenen 1776er würde ich aber die Kombination W110 mit 1,25er Kippern auf Serienkopf nicht unbedingt empfehlen.
Weniger ist da vieleicht mehr
Verdichtung:
Auf der sicheren Seite ist man mit einer Verdichtung von bis zu 9,0:1
Über 10,0:1 ist recht gefährlich. Da habe ich schon durchgebrannte Kolben gesehen.
Es hängt natürlich sehr viel vom Nutzer ab. Ein guter Schrauber merkt sofort, wenn es dem Motor nicht gut geht, ein Anderer vieleicht nicht.
Für die meisten ist es doch wichtig, dass der Motor sauber läuft, Kraft hat und lange hält.
---only my two cent---
Gruß,
orra