74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Organisation und Präsentation von Leistungsmessungen
Benutzeravatar
oval56
Beiträge: 16
Registriert: Mi 25. Jan 2012, 13:28
Käfer: Ovali 1956&1957
Käfer: Hebmüller 1950
Transporter: 67er T1
Fahrzeug: diverse BMW's & Vespa's
Wohnort: 85411
Kontaktdaten:

Re: 74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Beitrag von oval56 »

Poloeins hat geschrieben: Do 30. Nov 2023, 14:26 Da habe ich auch eine Vermutung...entweder CB044 oder Bremskraftverstärker undicht(oder schlauch oder sowas).

Also ich habe es noch nie beim Typ1 geschafft das ein Sitzring rausgefallen ist...egal wie heiss (gerade Turbo) oder wie derbe die Risse sind.

Bei 044 habe ich das aber schon gesehen..aber nicht bei einem meiner Motoren.

Meiner Meinung nach kommt die meiste Leistung bei bis 10:1. Danach fällt der Zugewinn immer flacher aus...so zumindest mein Empfinden.
bremskraftverstörker keiner vorhanden
cb köpfe waren das nicht, das waren alte originale okrasa köpfe die wirklich schon alles durch hatten und neue sitzringe gesetzt bekommen hatten... die köpfe waren einfach durchgegrillt und weich allerdings hatte ich da das als 1776er am laufen mit der w100 und nur 8,9:1 verdichtet gehabt...
Benutzeravatar
1N5ID3R
Beiträge: 306
Registriert: Mo 3. Feb 2020, 20:03
Käfer: 78er Mexikaner
Karmann: 66er Ghia Coupé
Fahrzeug: Golf Variant TGI (ja, mit CNG)

Re: 74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Beitrag von 1N5ID3R »

VeeDee hat geschrieben: Di 28. Nov 2023, 20:21 Ich verwende selbst bei satten 2 Litern für die Straße die Serienventilgrößen 35,5/32mm und bearbeite die Sitzringe und Brennräume. Damit ist gerade bei kleinen Vergasern und serienähnlichen Abgasanlagen ein guter Durchzug drin, bei ähnlicher Endleistung.

Beispiele:

2l-Typ1, 78,4 x 90mm
1x37PICT mit Seriennockenwelle und 1,25er Kipphebeln: 178Nm / 76PS, bei 1700 min schon 150 Nm
2x40PDSIT, Daten wie oben, 189 Nm / 96PS
... kann ich "bestätigen". Ein guter Bekannter hat in seinem Käfer einen Weiser-Motor mit 2,1l Hubraum, Serienventile und 40er Weber. Hat um die 90PS.

So wie VeeDee schrieb: Die Kombi passt nicht wirklich. Wer Drehmoment unten raus will braucht moderate Steuerzeiten, gepaart mit kleinen Ventilen. Wer Leistung und Drehzahl will, große Ventile und große Vergaser. Ja, man kann einen 2l auch mit 48IDA fahren.

Stefan
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Benutzeravatar
VeeDee
Beiträge: 3237
Registriert: Sa 25. Okt 2014, 14:25
Käfer: 1500/67, 1300/67, 1303/74
Fahrzeug: 1600Vari/3

Re: 74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Beitrag von VeeDee »

Ja, man kann einen 2l auch mit 48IDA fahren.


Auch nen 1600er. Leistung dann ab 3500 Touren....Wer braucht sowas?
Und was ich mir nicht kaufen kann fertige ich mir selber an.

Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

Machen ist so ähnlich wie Wollen, nur krasser!
Benutzeravatar
B. Scheuert
Beiträge: 8425
Registriert: Do 5. Dez 2013, 19:00
Käfer: 1303
Wohnort: anne Ruhr zu Hause

Re: 74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Beitrag von B. Scheuert »

Ich war wegen der Ventilgrössen auch immer sehr vorsichtig, unter anderem auch wegen der Haltbarkeit der Köpfe.
Mittlerweile habe ich einen Serien 1600er mit 40er Einlass und 35er Auslassventilen, bei Serienvergaser mit Saugrohr am Laufen. Das ist der Motor mit dem wir auch den Wensing Vergaser probiert haben. Die Sitzringe und Kanäle sind nachbearbeitet worden, nachdem der Motor aus dem Katalog zusammen gebaut wurde und nach ca. 1500 Kilometern nur noch auf 3 Zylindern lief. Der Grund waren undichte Ventile.

Da die Köpfe neu waren und schon viel (vergeudetes) Geld in den Motor geflossen war, blieb alles so wie es war. Natürlich sind diese Ventilgrössen für die 85,5er Bohrung unsinnig. Sie kratzen fast schon an der Zylinderwand. Trotzdem habe ich alles noch einmal nachbearbeitet. Also noch einmal für maximalen Durchfluss bearbeitet.

Trotzdem hat dieser Motor auf diversen Prüfständen immer jenseits der 80 PS gebracht. Und jeder der ihn mal gefahren hat, war sehr überrascht, wenn der Blick unter die Motorhaube einen Serienmotor zeigte.

Von daher sehe ich die Ventilgrössen nicht mehr so eng. Ich würde jetzt behaupten, daß zu kleine Ventile ( z. B. Serienventile auf Motoren gleich oder größer als 2,0l) den Motor drosseln, aber größere Ventile im kleineren Motor sich nicht bemerkbar machen. Die ganz großen Ventile gehen in den kleineren Bohrungen sowieso nicht.

Machen würde ich es natürlich nicht, wenn ich vorher alles zusammen stellen kann, aber unter gegebenen Bedingungen muss nicht alles neu gekauft werden. Das ist mein Fazit dazu.

In den 90er Jahren habe ich den 190er Mercedes (Motor M102) meines Vaters überarbeitet. Mercedes hatte die Zylinderköpfe vom 2,0l und 2,3l mit identischen Sitzringen gebaut. Lediglich die Bearbeitung der Sitzringe und die Ventile waren anders. Also habe ich die Sitzringe maximal bearbeitet und die größeren Ventile vom 2,3l montiert. Die Drehmoment- und Leistungskurve haben beide deutlich gewonnen und vom Laufverhalten war der Motor wie vorher. Die Nockenwelle, Zündanlage und Gemischbildung sind unangetastet geblieben.
Gruß Bernd


Gesunder Menschenverstand ist wie Deo. Die, die es am nötigsten haben, benutzen es nicht!
Benutzeravatar
lothar
Beiträge: 842
Registriert: Mo 23. Feb 2015, 12:14
Käfer: 1303 (Daily Driver)
Käfer: Mex `82 Special Bug (im Aufbau)
Wohnort: Köln

Re: 74x90.5 Typ1 im Bus - Komponentenfrage

Beitrag von lothar »

B. Scheuert hat geschrieben: So 10. Dez 2023, 13:36 on daher sehe ich die Ventilgrössen nicht mehr so eng. Ich würde jetzt behaupten, daß zu kleine Ventile ( z. B. Serienventile auf Motoren gleich oder größer als 2,0l) den Motor drosseln, aber größere Ventile im kleineren Motor sich nicht bemerkbar machen. Die ganz großen Ventile gehen in den kleineren Bohrungen sowieso nicht.
ja, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen (ok, wenn man wissenschaftlich die Grundvoraussetzungen der Statistik anwendet, taugen diese 2 Aussagen wenig - anyway):

Ich hatte mal einen 1800er mit wbx-NW und 34er Serienvergaser aufgebaut und da ein Paar Doppelkanal-Köpfe mit 40 EV, 35 AV greifbar waren (Sitzringe, Kanäle bearbeitet usw., Verdichtung 9:1) kamen diese drauf - der Motor fuhr wirklich wunderbar, Drehmoment auch aus dem tiefsten Keller raus...

Im Rahmen eines eines späteren Projekts kamen die Köpfe wieder runter (von wegen Verschwendung) und wurden durch 35/32 Köpfe (ebenfalls wie oben bearbeitet) ersetzt - fuhr untenrum nicht besser - entgegen der Lehrmeinung und obenrum eher weniger gut, sprich, er war in der Endgeschwindigkeit und Beschleunigung schlechter.

Fazit: Es Ist aber immer eine Kostenfrage, man kann, muss aber nicht...
Antworten