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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Fr 10. Okt 2014, 20:46 
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halbug hat geschrieben:
Hallo ................

ich hab auch ein Alu-Gehäuse in meinem 2,1er (82 x 90,5) verbaut......................

Ich habe sage und schreibe vier mal (4!!!) das Gehäuse an die Händler zurückgeschickt, bis ich eins hatte was halbwegs verbaubar war. Größte Problem war die Hauptlagergasse zu den Bohrungen... ............................

Grüße
Lars


:text-bravo: Orra, hast dich wirklich sehr bemüht, das Thema ordentlich aufzuarbeiten.

Nur deine Aussage "Die Lagergassen sind nicht das Problem." verstehe ich im Zusammenhang mit der Post vom "halbug" nicht.
Sind nun die ALU-Gehäuse bez. Lagergasse maßhaltig oder müssen auch die vermessen und gegebenenfalls nachgespindelt werden oder machst du das bei deinen, die du verkaufst? :obscene-drinkingcheers:

MfG yoko

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Do 30. Okt 2014, 09:15 
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Hallo.

Ich habe eines der ersten Alu-Gehäuse für meinen 2,1er. Diese Gehäuse haben noch nicht den "hohen" Block, der Gebläsekasten passt hier ohne Änderung. Diese Gehäuse haben in der Regel keine Passbuchsen und brauchen innen fast den gleichen Aufwand für die Langhubbearbeitung wie AS21/41-Gehäuse.

Nacharbeit ist bei diesen Gehäusen ein heftiges Thema. Alles erst einmal einbauen, prüfen, wieder raus, nacharbeiten, nochmal alles rein...

Beim Entgraten kam mir an zwei Stellen der Formsand entgegen, verheerend, wenn der sich im Betrieb erst löst, dazu fielen Grate schon beim Antippen ab. Die neuen Gehäuse sind da auch nicht viel besser. Die Verteilerwelle ging nicht frei und der Rücklauf vom Nockenwellenkasten war fast zu. Außerdem sollte zwingend die Tiefe der Paßstiftbohrungen für die Hauptlager geprüft werden. Bei meinem gingen die Stifte an den Lagern 1-3 nicht tief genug rein, da offenbar mit normalem Bohrer gebohrt und im Grund mit starker Fase, am Lager 4 verschwand der Stift fast vollständig. Dass die Fenster zur inneren Belüftung erweitert werden müssen steht ja hier schon in anderen Beiträgen. Außen läßt sich das Gehäuse gut glätten und sieht hinterher aus wie matt poliert.

Alles in Allem steckt dort eine Menge Arbeit drin, dafür wiegt mein Gehäuse jetzt nur noch etwa 14kg.

Gebrauchte Gehäuse nehme ich nur noch für Serienmotoren, und diese auch erst nach gründlicher Prüfung und Nacharbeit. Die verwendeten Magnesiumlegierungen haben eine Rekristallisationstemperatur von etwa 400°Celsius, bei verschlissenen Kolben und Zylindern wird diese Temperatur im Gehäuse schnell erreicht (Blowby, Abgas!). Auffallend ist dann die Neigung zu Ölundichtigkeiten, "Luft" zwischen den Hauptlagerböcken und teilweise Haarrissen an den komischsten eigentlich unbelasteten Stellen. Oftmals stimmt auch der Winkel zwischen Zylinderaufnahmen und Lagergasse nicht mehr.

Allerdings hatte ich letztes Jahr ein flammneues AS41-Gehäuse mit Haarriss unterhalb des Nockenwellendeckels....


Dateianhänge:
Dateikommentar: Oberseite der älteren Gehäuse
Alugehaeuse 011.jpg
Alugehaeuse 011.jpg [ 80.36 KiB | 6016-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Do 30. Okt 2014, 13:08 
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Wie hast Du denn das Gehäuse außen geglättet? Ganz normal mit Schleifpapier und wenn ja mit welcher Körnung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2014, 19:12 
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Mir stehen verschiedene Schleifmaschinen mit Druckluft- und Elektroantrieb zur Verfügung, dazu Schleifblätter, Schleifblüten, Polierstifte usw.

Den groben Guß mit Schleifpapier glätten zu wollen halte ich für mutig....

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2014, 20:18 
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Es gibt doch jetzt wieder schöne neue Mag-gehäuse - da brauchst du den ganzen Kram nicht und halten auch

Udo


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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 10:01 
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Jo, sind aber auch mängelbehaftet. Hatt wie erwähnt letztes Jahr eins mit nem Haarriss unter dem Nockenwellendeckel, genau dort, wo beim Gießen das Material zusammenlaufen sollte. War die Kokille wohl zu kalt...

Optimal wäre ein original-VW-Alugehäuse. Die Dinger sind aber soooo selten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 18:58 
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VeeDee hat geschrieben:
Jo, sind aber auch mängelbehaftet. Hatt wie erwähnt letztes Jahr eins mit nem Haarriss unter dem Nockenwellendeckel, genau dort, wo beim Gießen das Material zusammenlaufen sollte. War die Kokille wohl zu kalt...

Optimal wäre ein original-VW-Alugehäuse. Die Dinger sind aber soooo selten...



...Und was ich mir nicht kaufen kann
fertige ich mir selber an!

Das wäre dann wohl der nächste Schritt :lol:

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Gruß Bernd

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 22:25 
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Tja, Bernd. Anfertigen muss nich, nur lange genug suchen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 22:31 
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Die Alterung sollte dann aber abgeschlossen sein :mrgreen:
Die jetzt noch erhältlichen AS 41 Gehäuse als Neuteil, wo werden die eigenlich gefertigt?
Die Nacharbeiten an dem Alu Gehäuse würden mich nicht so erschrecken, aber eine 82mm Kw verwenden zu können, ohne das Gehäuse bearbeiten zu müssen, das wäre schon etwas.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 22:46 
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VeeDee hat geschrieben:
Tja, Bernd. Anfertigen muss nich, nur lange genug suchen.
Hatte schon welche von den Dingern auf'm Bock...
Sind aber schon über 40 Jahre alt und werden damit auch nicht besser.


Wo waren die denn verbaut? Ich wusste gar nicht, dass es Typ1 Gehäuse auch von VW aus Alu gab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 23:10 
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Hallo Bugbear.

Waren auch nicht Serie.

Ende der 60er wurden bei VW versuchsweise Typ1- und Typ4-Gehäuse in verschiedenen Alu-Legierungen gefertigt. Beim Typ4 wurde es Serie, für den Typ1 kam dann "AS21".

Die Gehäuse sind erkennbar an einer mit "V000..." beginnenden Gußnummer, eines hatte ich im Plattenwagen ohne Gußnummer, dafür mit der Legierungsbezeichnung "<GkAlSi5>", 1500er mit Eaton-Hydrostößeln. Rarest af the rare....

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Sa 1. Nov 2014, 23:20 
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Achso, danke für die Aufklärung!

Gruß
Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Do 6. Nov 2014, 15:42 
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VeeDee hat geschrieben:
Jo, sind aber auch mängelbehaftet. Hatt wie erwähnt letztes Jahr eins mit nem Haarriss unter dem Nockenwellendeckel, genau dort, wo beim Gießen das Material zusammenlaufen sollte. War die Kokille wohl zu kalt...

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Fehler an magnesium Gehäusen sind aber selten. Nachmessen muß man natürlich alle, Die es jetzt wieder gibt sind dort gefertigt wo sie früher auch in Brasilien für VW gefertigt wurden

Udo


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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Fr 7. Nov 2014, 10:40 
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Richtig, Udo.

Ich wollte damit nur auf die Qualitätsproblematik hinweisen.
Die Qualität ist einfach nicht mehr so, wie zu den früheren Zeiten der Serienproduktion. Das betrifft nicht nur die Gehäuse. Bei Zylinderköpfen z.B. sieht es noch viel schlimmer aus, Lunker, lose Sitze und Führungen, Führungen und Sitze nicht zentrisch zueinander, Führungen im Neuzustand schon mit reichlich Spiel, grobe Gußnasen in den Kanälen usw, usw. Zum Glück kann ich auf einen riesigen Fundus gebrauchter deutscher Köpfe zugreifen...

Zur Ehrenrettung der Brasilianer muß ich noch sagen: Ich hatte auch schon 3-4 deutsche Gehäuse mit einem Riß genau an der gleichen Stelle.

always aircooled

VeeDee

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 Betreff des Beitrags: Re: Aluminium Gehäuse vs. AS41 Gehäuse
BeitragVerfasst: Fr 7. Nov 2014, 18:44 
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Da hast du recht . man muß sehr viel aussortieren.... Gibt leider nicht mehr viele Gutes ...

Udo


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