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Köpfe schweißen

Verfasst: Di 3. Dez 2013, 21:22
von Tobi/DFL
Moin allerseits,

ich sammle seit längerer Zeit Komponenten für einen luftgekühlten WBX mit 2,2 Litern (76,4x96mm) Hubraum für meinen T2a. Nun stellt sich die Frage, welche Köpfe ich dafür verwenden soll. Da der Motor wie gesagt im Bus werkeln und zudem hin und wieder wohl auch mal einen Käfer auf einem Trailer ziehen soll, lege ich mehr Wert auf Drehmoment als auf max. Spitzenleistung, brauche also wohl eher kleine Kanäle und möglichst viel Kühlfläche. Ich tendiere daher momentan zu Köpfen im Originaldesign 040, 041, 044 o.ä.).
Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage: um die Köpfe für das gegenüber dem Typ1 größere WBX-Lochbild zu ändern, werde ich daran schweißen müssen (welchen Schweisszusatz empfehlt ihr?). Macht es unter diesen Umständen Sinn neue Köpfe mit größeren Ventilen als Serie als Ausgangsbasis zu verwenden oder muss ich nach dem Schweißen und der daraus resultierenden Hitzeentwicklung mit Problemen mit bspw. nicht mehr sicherem Sitz der Sitzringe rechnen? In dem Fall könnte ich nämlich genauso gut alte gebrauchte 040er oder 041er verwenden, die nicht im Keller rumliegen, denn das Tauschen der Sitzringe gehört ja zu den teureren Aktionen am Kopf. Wenn das ohnehin nach dem Schweißen empfehlenswert sein sollte, dann brauche ich mir keinen neuen Köpfe zu besorgen...
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen! :D
Wer von Euch hat den schon einmal Köpfe auf ein anderes Lochbild umgearbeitet und kann mir Tipps dazu geben?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Tobi

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Di 3. Dez 2013, 22:32
von Baumschubsa
Ich habe im Internet mal Bilder von einem auf Typ1 Stehbolzenabstand umgebautem WBX Gehäuse gesehen. Mit außermittig gebohrten Gewindeeinsätzen.
Könnte natürlich mit den 96er Zylindern eng wergen.

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Di 3. Dez 2013, 22:39
von Tobi/DFL
Genau, das wäre die einfache Möglichkeit, aber das funktioniert leider nicht mit den auf 96mm aufgebohrten Typ 4 Zylindern.

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 11:01
von Varus
Als Schweißzusatz AlSi5 oder AlSi 12. AlSi 5 nehme ich, weil er der Kopflegierung am Nächsten kommt.
Geschweißt habe ich schon mal die Auslasssitzaufnahme, dabei blieb der Einlasssitzring nebenan drin.
Problematisch wird es wohl wenn man den Kopf drehen und wenden muss beim Schweißen,Stichwort fallenlassen weil so heiß ;) , da könnten sich die Sitzringe lösen.
Anschliessend habe ich den o.g. Einlasssitzring mit'n abgerundenten Durchschläger rundum etwas verstemmt, also gehämmert. Sicherheitshalber.
Mehr als 10 Jahre her, ist heute noch drin. :D
Nur, ganz ehrlich, bei deiner geplanten Grossaktion, wo die Durchgangslöcher samt Pfeifen geändert werden, zieht sich einiges am Kopf, auch die Aufnahme der Ringe.
Ob danach noch genug Fleisch an den alten Sitzringen ist( weil die evtl. leicht schief stehen, und sind ja nicht neu), um da mit Schneidgeräten noch satte Flächen für neue Ventile zu schaffen......
Du musst so konstruieren das du möglichst wenig schweißen musst.
Jede eingesparte Naht zählt :character-oldtimer:

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 11:10
von Udo
Funkioniert gut , habe ich auch schon öfter gemacht. Heute nehmen wir CB CE Köpfe ungebohrt
Ich hatte hier mal geänderte 041er angeboten , waren sehr günstig ...

Udo

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 13:17
von Tobi/DFL
Hallo Varus,

vielen Dank für Deine Einschätzung!

@Udo: CEs fallen wegen des geplanten Einsatzzweckes aus. Die 041er, die Du mal im Markt hattest, wären für den Einsatzzweck wahrscheinlich auch eher ungeeignet.
Zudem kann ich die Schweißarbeiten und notwendigen Nacharbeiten (ausser eben die Sitzringe zu tauschen) selbst erledigen und dadurch zum einen etwas lernen und zum anderen auch Geld sparen. ;)

Viele Grüße,

Tobi

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 19:05
von Marcello
Hallo,

mal eine naive Frage: Muss man wirklich die alten Löcher zuschweißen? Kann man da nicht einfach Alustopfen einsetzen(geschrumpft, geklebt oder mit Gewinde)?
Also so hoch ist die Belastung an den Bohrungen doch eigentlich nicht oder?

Grüße

Marcel

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 20:39
von Varus
Wenn man sich gedanklich die Bolzenlöcher + 7mm Material rundum ausgestochen denkt und lose einschiebt, weiß man woran der Kopf sich abstützt.
Nur eingeschrumpft ist in diesem Falle = lose, weil man die unterschiedlichen Wärmeänderungen nicht berechnen kann und die eingeschrumpften Pfeifen sich mal- auch nur kurz- lösen könnten.
Außerdem braucht man zum Einschrumpfen für die Kräfte Fläche, viel Fläche die der Kopf so nicht bietet. Die Kraftübertragung vom Bolzen auf die Dichtfläche für den Zylinder geht ja von einen Hebelarm der Schraubenlöcher über, der über das Kopfmaterial übertragen wird.
Einkleben ginge evtl. aber auf den Kleber würde ich mich nicht auf Dauer verlassen; der wird ja auch warm und wird weicher.....und das über Jahre.
Einschrumpfen wegen dem Wärmekontakt/-übergang und an den Enden verschweißen wäre das beste, neben den plötzlich übrigen Löchern ;) , die auch noch dauerhaft dicht verschlossen werden müssen. Mit einer Naht.

Re: Köpfe schweißen

Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 22:44
von Jürgen N.
Hallo Tobi,

ich habe Köpfe seither auch immer mit AlSi12 geschweisst.

Gruss Jürgen