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Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Di 6. Mär 2018, 20:34
von swingheini
bei einem "verbrauchten" Motor schwer zu sagen,
viele Kleinigkeiten können da zusammenkommen,
zuerst Ventile einstellen,
dann Zündung,
ob er Nebenluft zieht?
Vergaser reinigen, usw
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Di 6. Mär 2018, 20:45
von zwergnase
Könnte Falschluft sein...
Gruß
Martin
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 05:30
von triker66
j.w. hat geschrieben:Hi Jungs,
ich habe Nachwuchs in Form eines T2a bekommen.

Er hat einen 1600er Motor drin, der ein paar Probleme macht. Ich kenne mich mit den alten Motoren nicht so gut aus, daher will ich mich mal nach eurer Meinung/Erfahrung erkundigen.
Er springt nach etwas Orgeln zwar an, geht aber aus, sobald die Drehzahl eine gewisse Grenze unterschreitet. Im Leerlauf läuft er garnicht. Hält man ihn mit Gas-Geben bei Laune, läuft er dauerhaft. Hält man das Gas konstant bei etwas höherer Drehzahl (kein Vollgas), fängt er nach kurzer Zeit an immer langsamer zu drehen, bis er dann ausgeht. Gibt man ihm dann einen Gasstoß, läuft er weiter. Ich dachte zuerst, er bekäme vielleicht nicht genug Benzin. Aber dann würde er ja nicht weiterlaufen, wenn man aufs Gas latscht. Bei sehr hohen Drehzahlen läuft er dauerhaft. Er hat eine elektrische Benzinpumpe verbaut.
Den Verteiler habe ich mir mal etwas näher angesehen. Der ist vermutlich hin, oder? Passt das zur geschilderten Symptomatik (Video:
https://www.dropbox.com/s/hkbxqqtcl9ftf ... 4.mov?dl=0 )?
Das andere Problem ist, dass er auf der linken unteren Motorseite arg viel Öl verliert. Konnte auf die Schnelle nicht erkennen, wo es her kommt (Motorverkleidung ist im Weg). Ich vermute aber, dass die Stößelrohre dort undicht sind. Oder ist da sonst noch etwas topf-anfälliges in der Nähe? Ist es viel Stress, diese zu tauschen?
Liebe Grüße,
Jens
PS: Für'n TÜV bräuchte ich noch eine originale Felge (falls das jemand aus der Saar/Pfalzregion liest)
Morgen Jung,
Es kann sein das die Drosselklappenwelle vom Vergaser ausgeschlagen ist.
Gruss
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 08:34
von yoko
j.w. hat geschrieben:Hi Jungs,
ich habe Nachwuchs in Form eines T2a bekommen.

Er hat einen 1600er Motor drin, der ein paar Probleme macht. Ich kenne mich mit den alten Motoren nicht so gut aus, daher will ich mich mal nach eurer Meinung/Erfahrung erkundigen.
Er springt nach etwas Orgeln zwar an, geht aber aus, sobald die Drehzahl eine gewisse Grenze unterschreitet. Im Leerlauf läuft er garnicht. Hält man ihn mit Gas-Geben bei Laune, läuft er dauerhaft. Hält man das Gas konstant bei etwas höherer Drehzahl (kein Vollgas), fängt er nach kurzer Zeit an immer langsamer zu drehen, bis er dann ausgeht. Gibt man ihm dann einen Gasstoß, läuft er weiter. Ich dachte zuerst, er bekäme vielleicht nicht genug Benzin. Aber dann würde er ja nicht weiterlaufen, wenn man aufs Gas latscht. Bei sehr hohen Drehzahlen läuft er dauerhaft. Er hat eine elektrische Benzinpumpe verbaut.
Den Verteiler habe ich mir mal etwas näher angesehen. Der ist vermutlich hin, oder? Passt das zur geschilderten Symptomatik
Das andere Problem ist, dass er auf der linken unteren Motorseite arg viel Öl verliert. Konnte auf die Schnelle nicht erkennen, wo es her kommt (Motorverkleidung ist im Weg). Ich vermute aber, dass die Stößelrohre dort undicht sind. Oder ist da sonst noch etwas topf-anfälliges in der Nähe? Ist es viel Stress, diese zu tauschen?
Liebe Grüße,
Jens
PS: Für'n TÜV bräuchte ich noch eine originale Felge (falls das jemand aus der Saar/Pfalzregion liest)
Wie schon einige vorher schrieben, beim Vergaser kann das alles Mögliche sein, von Schmutz...bis Verstellt...Ohne Basics geht da nicht viel.
Empfehle ein bischen Einlesen bei "Jetzt Helfe ich mir selbst", hier auch als PDF (oder das Buch kaufen, wird ziemlich alles gut und verständlich abgehandelt, auch z.B. Zündung, Verteiler).
https://www.amazon.de/K%C3%A4fer-Modell ... 3879430640
Der Överlust auf der linken Motorseite, wie beschrieben, könnte Arbeit bedeuten. Vermute, dass der unterm Gebläsekasten liegende Ölkühler undicht ist. Da werden gern die Schrauben locker oder die Dichtungen altern...Dazu müsste der Motor raus, um da ranzukommen.
Defekte Stösselschutzrohre könnten gegen Teleskop getauscht werden, ohne Motorausbau, wenns das ist. Kosten aber...

Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 10:34
von D.K.
Hallo,
der Anschluß scheint ausgebrochen zu sein!
Und genau da kann dann auch Luft rein, die da nicht hingehört...
Auf jedenfall reparieren/austauschen.
Ansonsten erstmal dem Motor ne kleine Wartung (Zündung, Vergaserdichtungen,Ölwechsel...),
dann einstellen von Ventile, Zündung, Vergaser - macht immer Sinn wenn man was Altes Gebrauchtes bekommt/ sich holt
Also erstmal "Serien-/Neuzustand" herstellen, ansonsten ist Fehlersuche immer Glaskugel...
Und links Öl: wenn´s von oberhalb der Stößelrohre läuft, ist es wie schon geschrieben 99% der Ölkühler oder seine Dichtungen.
Grüße,
Daniel
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 10:38
von yoko
Wegen der Seite. Die hab ich nur auf die Schnelle gefunden, ich hab das Buch schon ewig...Werd den Link dann rauslöschen, wenn nicht funktioniert oder bedenklich ist.
Die Unterdruckdose kannst mal so prüfen, indem du am Schlauch ansaugst, dann sollte die Platte im Verteiler sich bewegen. Aber schauen, ob die beweglich ist, evtl. leicht mit Mos2 Einspühen.
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 22:03
von Feinbein
Zwei Anmerkungen zu deinen Zündkerzen:
1. Das sind Zündkerzen mit Langgewinde. Bei Deinem Motor sollten welche mit Kurzgewinde verbaut sein. Bau mal eine aus und prüfe den Wärmewert. Sollte eigentlich bei Bosch W8AC sein. Oder bei NGK B5HS.
2. Mir sind schon zwei Mal Boschkerzen kaputt gegangen. Seitdem verwende ich nur noch NGK-Kerzen. Seither hatte ich keine Probleme mehr.
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Do 8. Mär 2018, 05:20
von triker66
yoko: danke für die Bilder! Kannst Du mir sie evtl. als PM in größer schicken? Ist schwierig zu lesen, zumindest auf meinem Monitor.
Guten Morgen Jung,
was ist wenn du die Seite mal vergrößerst? Oder ist dein Rechner noch so alt das Hamster den Strom machen?
Gruß
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Do 8. Mär 2018, 11:25
von Spielzeugbus
Hallo Jens,
mit der kontaktlosen Zündung ersetzt Du den Unterbrecherkontakt. Da die heute neu erhältlichen Kontakte eigentlich den Einbau nicht lohnen bleibt nur Glück, dass Du noch alte Kontakte findest oder Umbau auf kontaktlose Zündung.
Mit der Unterdruckdose hat das nichts zu tun.
Die Verteiler mit Dose haben zwei Systeme zur Zündzeitpunktverstellung: einmal drehzahlabhängig über Fliehkraftgewichte und zum zweiten belastungsabhängig über die Unterdruckdose. Beides wurde dann für jeden Motortyp abgestimmt, woraus eine erkleckliche Anzahl unterschiedlicher Verteiler resultiert. Für Deinen Fall würde ich folgendes empfehlen:
prüf nach, dass die Grundplatte, auf der der Unterbrecherkontakt sitzt, beweglich ist, (rostet schon mal fest)
prüf die Unterdruckdose,
wenn beides okay bau auf kontaktlos um.
Alternativ bleibt Dir noch ein 123 und Konsorten.
Gruß Burkhard
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Do 8. Mär 2018, 13:19
von yoko

Genau so!
Bei Serienvergaser/Serienmotor ist der originale Verteiler immer noch die beste Variante.
Kontaktlos umbauen UND neue, stärkere Zündspule und gut ists.
Nachbau Verteiler sind oft mängelbehaftet.
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Do 8. Mär 2018, 16:26
von yoko

Ja
Unterdruckdose ist gerade beim Bus wichtig, weil der auf Grund des Gewichtes die Unterdruckverstellung braucht und das funkt. original gut. Vorteil ist auch bei Beibehaltung des Serienverteilers mit Kontaktlos Umbau, dass man bei einem evtl. Defekt dessen leicht auf Kontakte und Kondensator umbauen kann. Also beides im Auto wieder mitnehmen.
(Genauso mit E-Benzinpumpe und Serienpumpe Bakelit drin lassen, zudeckeln und Stössel mit Pumpe mitführen).
Noch was :
So gehört das. Anno 1985...
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Sa 10. Mär 2018, 23:07
von D.K.
Hallo,
soviel ich weiß ist/war der "AJ" original ein US- Einspritzer... sogar mit Kat erhältlich.
Ist ein Sonderfall und hier in Europa eher rar.
Nur von Kennern/Könnern original gehalten und eingestellt...
Viele Amis haben deshalb auf Vergaser umgebaut - und bei US-Umbauten kommen ja meist die tollsten Sachen raus
Da wird dein Motor evtl. ein wilder Mix sein... also nicht direkt vergleichbar mit serienmäßigen AD/AS 1600ern

Da wird noch Forschungs- und Detektivarbeit auf Dich zukommen, aus welchen Komponenten der zusammen gebaut wurde
Edit: wg. ehemals Einspritzer hat er auch die elektr. Benzinpumpe... sehe grad auf deinem Bild da ist KEIN Loch für die original mech. Benzinpumpe wie bei Vergasermotoren!
Ach ja: Grobeinstellung normalerweise die Kerbe auf Gehäusetrennkante, nicht der Balken daneben...
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Sa 10. Mär 2018, 23:54
von yoko
Ach ja: Grobeinstellung normalerweise die Kerbe auf Gehäusetrennkante, nicht der Balken daneben...

Ja, wollte ich auch schreiben das mit der Gehäusetrennkante. Aber bitte davor den Zündkontakt kontrollieren, ob er nicht eine "Fahne" hat (Notfalls abfeilen) und auf 0,4mm mit Fühlerblattlehre einstellen. Dann die Vorzündung.
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Di 13. Mär 2018, 09:41
von Bomberman666
Hinter dem Gewinde ist eine Kugel die die einzelnen Kanäle gegeneinander abdichten soll.
wenn man den Vergaser reinigt sollte man diesen stopfen ziehen.(Vorsicht mit der Kugel)
eine M3 oder4? Gewindestange reindrehen und durch leichtes ziehen entfernen.
Re: Fragen zum 1600er
Verfasst: Do 15. Mär 2018, 06:22
von till550
noch mal Hinweis zu den Kerzen: Da der Motor ein wilder Mix ist solltest Du feststellen, ob er wirklich Kurzgewindekerzen braucht. Nicht, dass da mal Langgewindeköpfe drauf gekommen sind! Ist bei eingebautem Motor nicht einfach - evt. mit Endoskop? Gibt es mit USB Anschluss für kleines Geld in der Bucht.
Oder hat jemand einen besseren Vorschlag?
In meinem - aus den USA stammenden Typ 1 Motor - waren Köpfe mit Langgewindekerzen verbaut....