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Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Mo 9. Jun 2014, 04:51
von Frank 03
Hallo,
da ich nun ein neues Projekt angehe und im Vorfeld einige Fragen zur Entscheidungsfindung habe kann mir hier der ein oder andere sicher helfen.
Das Projekt wird Luzie oder auch Friedrich und Friedrich auf Achse heißen und es handelt sich hier um einen 55ziger Ovali. Da ich aber bisher noch keine Berührungspunkte mit der Materie Ovali hatte stellen sich momentan so 1-5 Fragen. Momentan die vordringlichsten sind welche zu Bodengruppe.
Um einigen vorzugreifen: natürlich habe ich das Buch Bodengruppentherapie geordert und sicher wird da auch viel beantwortet werden können.
Aber ich bin jetzt heiß und es geht doch nichts über die Erfahrungen der Praktiker. :P

So nun gehts los: Momentanes Ziel ist es ein top Fahrwerk incl. leistungsfähiger Bremsanlage zu erhalten bei Beibehaltung der originalen Bodenplatte ohne an der Karosse Änderungen vorzunehmen und den originalen "Männerlochkreises" zu behalten.

1.Geht mit der Bodenplatte generell der Umbau auf Schräglenkerachse?
2.Wie sieht es dann mit der Getriebeansteuerung (Schaltmimik) aus?
3.Sind die Anschlussmaße der Rahmenköpfe der Baujahre bis 66 und nach 66 identisch?
4.Sind die Achsrohrdurchmesser gleich?
5.Passen 944er Drehstäbe in die Ovali Bodenplatte (Verzahnung)?
6. Wie sieht es mit den Baubreiten aus?
7.Was darf ich schweißtechnisch nicht vergessen bevor die Platte einen neuen "Grundanstrich" bekommt?

So und jetzt noch zwei banale Fragen
8.Wo kann ich die Platte in NRW vernünftig und kostengünstig entlacken bzw. beizen lassen?
9.Wo könnte ich nach Fertigstellung KTL beschichten lassen?

So jetzt sind es doch wieder mehr Fragen geworden und es werden sich mit Sicherheit noch weitere auftun. Es wäre nett wenn ich die ein oder andere Frage von dem ein oder anderen beantwortet bekomme es kann ja nicht jeder alles wissen oder? Vielen Dank im Voraus.
Einen luftgekühlten Gruß
Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Do 12. Jun 2014, 08:37
von Stevo_L
1. jop, ist wie bei jeder anderen pendelachse
2. wirst du einen Bus-getriebedeckel und schlatstange/Hockeystick brauchen, oder vorderes getriebelager selbst fertigen
3. anschlussmaße? zwecks auf neuen rahmenkopf tauschen? oder nur achse tauschen? achse tauschen geht ned, anderer rohrabstand. (kugelgelenk/Bundbolzen)
4. vorne oder hinten? vorne denk ich schon, kann ich dir nachmessen, hab eine KG und BB VA liegen.
5. Porsche/VW sind meines wissens nach gleich, porsche passen in spätere Käfer, sollten also auch hier passen, musst aber auf die Länge aufpassen!
6. welche baubreiten? Drehstäbe? Getriebe? Achsrohr hinten?
7. ?
8. ?
9. ?

Grüße

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Do 12. Jun 2014, 20:03
von Frank 03
Hallo,
Danke für die Antworten Stevo,
Zu Punkt 3. das es unterschiedliche Achsen sind ist mir klar ich meinte die Anschlussseite sprich Rahmenkopf zum Rahmentunnel.
Zu Punkt 4. vorne hat sich in sofern erledigt da ein Rahmenkopf für eine Kugelgelenkachse seinen Platz finden soll.
Ich meinte den Außenduchmesser des hinteren Rohres da es hier ja auch dreierlei Achsrohrdeckel gibt. Gedanke war aus einem 944er das komplette Achsrohr raustrennen und komplett verbauen. Ich weiß aber nicht ob es geht und ob man es in einem Stück implantieren kann.
Zu Punkt 6. Baubreiten insofern die Spur hinten müsste doch breiter werden?
Zu Punkt 7. muss man eigentlich Halter für Cupstreben generell anschweißen und wenn ja wo? Oder gibt es eine TÜV gefällige Lösung diese einfach nach einem Termin zu verbauen ohne schlafende Hunde zu wecken.

Gruß Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Do 12. Jun 2014, 20:40
von Stevo_L
blöde frage, aber warum nimmst du dann nicht einfach eine automatic bodengruppe?
neuer rahmenkopf und schräglenker serienmäßig.

Pkt 4: achsrohr ist beim 944 nur geschraubt denke ich?? komplett umschweißen wird eine ziemliche arbeit, auto soll ja auch geradeaus fahren können ;)
nur die schräglenkeraufnahmen umschweißen wird denk ich einfacher sein.

Pkt 6: die spur bei der pendelachse ist von den halbachsen gegeben, abstand von schwert zu schwert ist meines wissens nach der selbe, bis bj 66 waren die kurzen verbaut, ab 66 die beite spur, sind glaub ich 4cm pro seite oder so...

Pkt 7: cup streben werden an den oberen stoßdämpferaufnahmen geschraubt und an der geriebetraverse verschweißt.

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Fr 13. Jun 2014, 14:53
von bugweiser
ich würde auch direkt eine Automatik Platte nehmen , wird ja eh ziemliches gebastel werden , somit auch nicht Original .

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Fr 13. Jun 2014, 14:58
von Tobi/DFL
Frank 03 hat geschrieben: Zu Punkt 7. muss man eigentlich Halter für Cupstreben generell anschweißen und wenn ja wo? Oder gibt es eine TÜV gefällige Lösung diese einfach nach einem Termin zu verbauen ohne schlafende Hunde zu wecken.
Moin!

Die Halter für die kurzen Stangen der Cup-Streben können auch am Getriebeträger verschraubt werde. Das habe ich schon seit Jahren so und es funktioniert problemlos.

Tobi

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Fr 13. Jun 2014, 17:41
von Frank 03
Hallo,
Ich suche nach einer Lösung den Porsche Gedächtnisquirl ( Betätigung Heizung) so nannte ihn zumindest Kummetat zu erhalten und rein augenscheinlich ist der Rahmentunnel schmaler?
Gruß Frank

P.S. Ich weiß das das bekloppt ist aber sind wir das nicht alle ein wenig? Ach so hier auch noch eine Frage zur Bremse wo bekommt man eine 356B Bremse und was bekommt man an Leistung damit eingetragen?

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Fr 13. Jun 2014, 17:50
von Frank 03
Was ich schwerwiegendes noch vergessen habe: ich möchte die Befestigungspunkte Bodenplatte/ Karosserie an dem unberührten und ungeschweißten Häuschen nicht verändern oder versetzen. Vielleicht schraube ich nochmal auf Original um ich möchte mir auf jeden Fall diese Möglichkeit erhalten.
Wenn es Anregungen gibt alles originale ( Bundbolzenachse, Pendelachsgetriebe) zu erhalten und mit Anbauten so weiter zu kommen das man ohne Angst auch schnell fahren kann so bin ich momentan für Anregungen dankbar, wie schon erwähnt ich bin noch in der Findung.
Einen weiteren luftgekühlten Gruß
Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Sa 14. Jun 2014, 12:39
von Frank 03
Hallo,
nachdem ich Gestern ein wenig Kilometer runtergerissen habe um mir eine Bodenplatte zu kaufen mit den Teilen für den Schräglenkerumbau und ich hoch begeistert von der angebotenen Qualität war so das ich mit leerem Hänger wieder zurück gefahren bin tendiere ich immer mehr zum Verbleib der originalen Bodengruppe mit überholter und geänderter Bundbolzenachse. Zu meinen Fragen zu möglichen Schräglenkerumbau gesellt sich noch eine weitere: Passen die 944ziger Drehstäbe (Verzahnung und Länge) in das originale Ovali Achsrohr? Es wäre nett von Euch zu hören.
Gruß Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Sa 14. Jun 2014, 15:07
von D.K.
Die "Bodengruppentherapie" gibt beim Umbau dieser alten Baujahre auf Schräglenker zu Bedenken:
1. Stoßdämpferaufnahmen zu groß/ falsch geformt - Schräglenker stoßen beim Einfedern an... schon bei Serienhöhe
2. In der Rahmengabel fehlen Vertiefungen für Achsgelenke der Antriebswellen.

Da Du das Buch ja auch schon bestellt hast: ist meiner Meinung nach DIE Basislektüre für Fahrwerksumbau ;-)

Grüße Daniel

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: Sa 14. Jun 2014, 20:29
von Frank 03
Hallo Daniel,
danke für die Infos ich werde das Buch bestimmt bald gelesen haben.
Gruß Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: So 15. Jun 2014, 06:58
von zwergnase
Servus Frank,

also teilsynchrones Originalgetriebe würd ich für sportliche Zwecke nicht nutzen.

Ich würd auf langes Pendelachsgetriebe umrüsten mit vernünftigen Stabi und Cup-Strebe,
Bilstein Dämpfern und evtl. noch Flop Stops. Ich denke, das sollte reichen um auch mal auf
der Straße schnell zu fahren.
Vorne würd ich auf jeden Fall Achsabstützungen und Stabi verbauen, das sollte die Sache schon
verbessern.
Renntauglich wirst aber mit einer Pendel- und BB Achse eher nicht werden.

Gruß
Martin

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: So 15. Jun 2014, 07:36
von Frank 03
Hallo Martin ,
endlich mal jemand der nicht von vorn hinein die Bundbolzen- und die Pendelachse von vor'n hinein ausschließt ! Danke. :up: .
Ich möchte halt so original wie möglich bleiben und wenn irgend möglich nichts an der bisher ungeschweißten Karosserie und am Fahrgestell schweißen. Vorderachsabstützungen und Stabis vorne wie hinten sind selbstverständlich. Nach momentanen Kenntnisstand Sway-A-Way, kannst Du mir sagen wie sich das mit der "schmalen" Hinterachse bezüglich der Stabilisatorlängen verhält? Gibt es unterschiedliche Längen? Und wie sieht das Ganze vorne aus wenn ich die Achse kürze um tiefer zu legen und schmaler zu werden um 5 1/2 Zoll Felgen mit Scheibenbremse zu fahren? Was hast Du verbaut? Bezüglich Getriebe hast Du einen Tipp wo ich ein Getriebehalslager T1 bekommen könnte?
Gruß Frank

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: So 15. Jun 2014, 08:24
von Stevo_L
Frank 03 hat geschrieben:...kannst Du mir sagen wie sich das mit der "schmalen" Hinterachse bezüglich der Stabilisatorlängen verhält? Gibt es unterschiedliche Längen?...
bei der pendelachse wird der stabi an der unteren dämpferbefestigung befestigt, wird also nur für breite achse nach 66 passen.
aber wie schon gesagt, das längsgeteilte getriebe hält keine leistung aus und du kannst nur 6V schwungscheiben verbaun.
ich würd auf ein vollsynchrones breites umbauen.
Frank 03 hat geschrieben:Und wie sieht das Ganze vorne aus wenn ich die Achse kürze um tiefer zu legen und schmaler zu werden um 5 1/2 Zoll Felgen mit Scheibenbremse zu fahren? Was hast Du verbaut?
wenn die achse kürzer wird könntest du probleme mit dem stabi bekommen. es gibt gekürzte stabis, aber nur für 5cm gekürzte achsen.
5,5er felgen am besten mit hoher ET umschweißen (lassen) dann brauchst ned so viel kürzen.
Frank 03 hat geschrieben: Bezüglich Getriebe hast Du einen Tipp wo ich ein Getriebehalslager T1 bekommen könnte?
Gruß Frank
CSP ;)
Frank 03 hat geschrieben:...Ach so hier auch noch eine Frage zur Bremse wo bekommt man eine 356B Bremse und was bekommt man an Leistung damit eingetragen?
werden hin und wieder im bugnet angeboten, kosten aber einen haufen geld, CSP bietet scheibenbremsen für vorne und hinten an. alternative?

also bleibst du jetzt doch auf pendelachse und BB achse? nix mehr schräglenker und rahmenkopftausch?

Re: Fragen zur Ovali Bodengruppe

Verfasst: So 15. Jun 2014, 17:11
von Frank 03
Hallo Stevo,
Danke für die umfassenden Antworten. Wie man eindeutig an meinen Fragen erkennen kann "eiere" ich noch rum. Das Buch ist jetzt da die Kapitel im Buch Bodengruppentherapie habe ich gelesen da wird hauptsächlich der Weg Schräglenkerumbau aufgezeigt und auch favorisiert was auch verständlich ist. Aber meines Erachtens nicht ohne Schweißarbeiten an der Karosserie abgeht, mindestens für die Halte bzw. Aufnahmepunkte an der selbigen und ich den Lochkreis wechseln muss und die originale Heizungsbetätigung verliere. Klar ist von der Bremse höchstwahrscheinlich das Beste aber es wiederstrebt mir zudem ich auch stolzer Besitzer einer ungeschweißten Bodenplatte bin.
Das mit der CSP Bremse hatte ich zwischenzeitlich auch schon rausgefunden, CSP hat auch einen gekürzten Stabi im Angebot für die Anregungen vielen Dank. :handgestures-thumbupright:
Mit dem Getriebe das verstehe ich momentan noch nicht klar Synchronisierung schon aber wieviel breiter und vor Allem wo ist es breiter und was brauche ich hier außer dem Getriebe an Teilen?
Einen luftgekühlten Gruß
Frank