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Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 13:32
von ovalifahrer56
Hallo Rainer,
hab mir schon fast gedacht, dass das nicht so richtig funktioniert, aber cool, dass Jemand das mal genauer untersucht hat
Gruß
Mario
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 13:53
von yoko

Schön, dass du diesen Versuch gemacht hast und uns berichtest.
An einen Strahl hätte ich nicht gedacht, sondern stelle mir vor, dass das austretende Öl Richtung Kolbenboden geschleudert wird. Das Öl hat zudem ja eine andere, zähere Konsistenz als Wasser, dadurch könnte ich mir das eben vorstellen.
Wie heissts aber so schön:
"Der Glaube versetzt Berge."
CARILLO:
https://www.cp-carrillo.com/pt-3508-rods.html
(unter Features)
Wenns der Pauter auch macht, denke ich, dass es schon Sinn macht. Der ist ja kein "heuriger Hase".
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 14:04
von ovalifahrer56
yoko hat geschrieben:An einen Strahl hätte ich nicht gedacht, sondern stelle mir vor, dass das austretende Öl Richtung Kolbenboden geschleudert wird.
Das war auch mein Gedanke, wegen der oszilierenden Bewegung des Pleuels.
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 18:06
von Steven
Hallo zusammen,
ich kann die Erfahrungen die Herr Orminsiki gemacht hat zumindest mit einer weiteren Erfahrung aus meinem Beruflichen Alltag stützen.
Diese Nuten sind eine Erfindung der Großserien Automobilhersteller, jedoch hatten diese Nuten (meines Wissens nach) niemals den Sinn Öl in Richtung Kolben zu fördern. Es geht ausschließlich darum den Öl Durchfluss im Pleullager zu erhöhen. Welchen Sinn hat das? Es geht darum das die Lagerstelle im laufenden Betrieb immer heißer wird. Man benötigt das Öl zur Kühlung. Jetzt muss man dazu aber wissen das in heutigen Großserien KFZ i.d.R. Lagerschalen mit umlaufender Nut verbaut werden und das Pleullager zu jeder Zeit mit Öldruck beaufschlagt wird. Das ist je nach Motorkonstellation bei unseren Motoren schon nicht gegeben. Ein weiterer Punkt den die Sinnhaftigkeit bei unseren Motoren in Frage stellt ist folgender, bei unseren Boxer Motoren ist die Öl-Bohrung am Hubzapfen immer da, wo auch gerade das Flugspiel des Pleuels entsteht, also ohnehin schon ein Luftspalt (in den natürlich das Öl befördert wird) vorhanden ist. Zeitgleich sind bei großen hüben jetzt aber die Axialflächen des Pleuels nicht geführt. Geführt wird in dem Moment lediglich die hälfte des Pleuels, welche auch in der Lagerstelle anliegt. Das Öl kann also frei seitlich aus der Lagerstelle strömen. Ob das Pleuel bei kleineren Hüben immer voll-flächig Axial geführt ist weiß ich gerade aus dem steh greif nicht.
Ich für meinen teil bin der Meinung das diese Modifikation nichts zur Kolbenkühlung beiträgt, ich weiß nicht ob diese Modifikation wirklich unserer Lagerstelle kühlt oder übverhaupt einen Vorteil bringt. Herausfinden kann man das nur mit Prüfstandsversuchen und Messsensorik und obwohl ich viele Ideen habe die die Sinnhaftigkeit in unseren Motoren widerlegen werde ich Sie auch bei meinem neuen Motor wieder machen. Schaden tun sie ganz sicher nicht und mir sind Motorgenerationen bekannt die daran gestorben sind!
Genug Philosophie
Steven
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 20:02
von ELO
orra hat geschrieben:Hallo zusammen,
ich habe vor Jahren diese Modifikationen an den Pleuel genauer untersucht.
Dazu wurde eine Versuchsanordnung gefertigt und die Kurbelwelle mit Wasserdruck beaufschlagt.
Die Pleuel wurden dann auf der Kurbelwelle bewegt, gedreht und auch mal zur Probe ausgerichtet.
Der Vordruck wurde in Stufen von 1,0 bis 5 bar erhöht. Die Durchflußmenge gesteigert bis zu ca. 60L/Minute
Ergebnis: Aus diesen Kerben, so wie auch gebohrten Löchern mit Ausrichtung zum Kolben ist keine Flüssigkeit in nennenswerter Größe oder Richtung ausgetreten.
Im Anschluß wurden die anderen Hauptlagerstellen verschlossen, um ggf Messfehler zu minimieren.
Erneute Beobachtung:
Die Flüssigkeit tritt seitlich an den Kurbelwangen aus. Durch diese Nuten kommt kein gerichteter Strahl.
Es erklärt sie wie folgt:
An dieser Stelle tritt kein erhöhter Druck auf, was einen Strahl produzieren könnte, weil die Flüssigkeit seitlich austreten kann.
Also:
Man muss daran glauben
Gruß,
orra
Es wäre jetzt schön zu wissen ob durch die Schlitze ( Bohrungen ) der Öldurchsatz durch das Pleuellager überhaupt erhöht wurde...........
Wenn sich der Durchsatz nicht nennenswert erhöht hat ist eine bessere Kühlung des Lagers und des Zapfens auch nicht zu erwarten.
Gruß
ELO

Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Do 6. Dez 2018, 20:56
von Udo
Carrillo und pauter machen das schon ewig . Bringt natürlich etwas mehr Durchsatz für die Lager.
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Sa 8. Dez 2018, 13:35
von Vari-Mann
Hm.... die Nut ist auf der drucklosen Seite der Schmierung am Pleuellager.
Druck ist bis zu der Lagerschale gewünscht,danach ist das Öl auf der Niederdruckseite,also im freien ablauf.Ob da noch Restdruck ansteht sei mal dahingestellt.
Selbst wenn nun Öl aus der Nut kommt,die KW dreht sich weiter rasend schnell. das Öltröpfchen wird dann von der schon wieder ankommenden Kurbel mit Pleuel aus der Luft gehauen wenn es nicht eh schon weggeblasen wird vom Sturm der da im Gehäuse herrscht durch das Luftvolumenumgepumpe.
Ich würde die Nuten als Mittel einstufen dem Kunden vorzumachen das er da was besonderes kauft.Verkaugsstrategie halt.
Sinn sehe ich da nicht hinter,ausser ev eine Sollbruchstelle mehr. An anderen Bereichen wird geschliffen und poliert was das Zeug hält um die Materalstrucktur fester zu bekommen.Hier schaffe ich dann eine schöne Kerbe zum abknicken.
Zudem ist doch gerade an dieser Stelle bei einer Zündung die höchste Belastung auf dem Schmieröl. Pleuel stößt richtung KW.Da will ich es doch halten wo es ist und nicht nachhelfen das es leichter weg kann.
Aber wie schon gesagt wurde,jeder muß glauben was er möchte. Ich glaube da keinen Vorteil zu sehen sondern einen Nachteil.
Vari
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Sa 8. Dez 2018, 14:30
von yoko
Zur Funktionsweise sag ich weiter nichts mehr, das habe ich für mich weiter vorne mit "daran glauben" festgelegt.
Meine Nuten hab ich mit feinem Nassschleifpapier und WD40 riefenfrei gemacht und auch die Kanten gebrochen. Daher hab ich da keine Bedenken, ob das hält. Der besagte Motor hat zwischen 20t und 25t km drauf ohne Bruch vom Pleuel.
Werd das weiterhin machen, eventuell lass mal ich von einem Kollegen die Löcher, wie bei Carillo, bohren.
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: So 16. Dez 2018, 19:51
von ovalifahrer56
Moin,
bin gerade dabei, den Kurbeltrieb zusammen zu bauen und finde jetzt meine ARP-Paste nicht mehr
Kennt jemand eine brauchbare Alternative?
Gruß
Mario
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: So 16. Dez 2018, 21:22
von Turner
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: So 16. Dez 2018, 22:14
von Bernauer
Hallo,
nur mal zur Info.
Dies Schlitze machen wir schon seit 1992, erst bei den 356 Motoren dann bei den Käfer Motoren.
Es hat sich heraus gestellt das nach 25 000km ( erster test Motor) die Kolben bei einen hoch frisierten Motor die Kolben keine verbranntes Öl unter dem Kolben befand.
Dies machen wir sogar bei den meisten Serien Motoren.
Die Kolben sahen aus wie Neu.
Dies funktioniert nur bei org. Kurbelwellen, es muss das Pleuellager komplett geschlossen sein oder besser gesagt man darf das Pleuelager in OT nicht sehen.
Ps. wegen dieser Sache war ich schon vor Gericht und musste beweisen das es was bringt, das sogar der Gutachter dies nicht verneinen konnte.
Gruß Robert
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mo 17. Dez 2018, 20:45
von ovalifahrer56
Gleich mal bestellt

Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Di 18. Dez 2018, 09:29
von yoko
Bernauer hat geschrieben:Hallo,
nur mal zur Info.
Dies Schlitze machen wir schon seit 1992, erst bei den 356 Motoren dann bei den Käfer Motoren.
Es hat sich heraus gestellt das nach 25 000km ( erster test Motor) die Kolben bei einen hoch frisierten Motor die Kolben keine verbranntes Öl unter dem Kolben befand.
Dies machen wir sogar bei den meisten Serien Motoren.
Die Kolben sahen aus wie Neu.
Dies funktioniert nur bei org. Kurbelwellen, es muss das Pleuellager komplett geschlossen sein oder besser gesagt man darf das Pleuelager in OT nicht sehen.
Ps. wegen dieser Sache war ich schon vor Gericht und musste beweisen das es was bringt, das sogar der Gutachter dies nicht verneinen konnte.
Gruß Robert
Hast du eventuell auch die Löcher unten am Pleuel, wie bei Carillo, getestet?
Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 18:48
von ovalifahrer56
CSP ist leider auch nicht mehr das, was es mal war
Wollte vorgestern den neuen CSP Ölansaugstutzen einbauen. 3-4 dezente Klopfer mit dem Kunstoffhammer oben an die Kante (nicht gegen den Schirm) und schon war das Ding zweiteilig
Also Mail mit Fotos an CSP.
Antwort war dann ich soll denen das kaputte Teil zusenden (auf meine Kosten natürlich) und dann Zitat: "Wir prüfen und schauen dann mal wie wir zusammenkommen können"
Hatte der Mail noch eine Liste von Teilen beigefügt, die ich bestellen wollte.
Ich müßte beim Kauf eines neuen Ölansaugstuzen nur 45,87 € statt 55 € bezahlen......wow
Bin da seit über 22 Jahren Kunde und hab da schon einen Haufen Kohle gelassen.

Re: 2332ccm Typ 1
Verfasst: Mi 2. Jan 2019, 19:23
von triker66
Hallo
Das war bestimmt China Stahl.

Ich denke das sich CSP kulant zeigen wird.
Gruß