B. Scheuert hat geschrieben:Aber da wir ja jetzt so ein schönes Kennfeld bekommen habe (

Red) werde ich da noch einmal mit einsteigen.
Meinst du das BMW Kennfeld? Schön ist das nicht. Entweder hat der thermische Probleme oder zu zahme Wellen für die Verdichtung. Mit so einem Kennfeld wollte ich nicht durch die Gegend fahren.
Kann man an dem Verteiler auch einen Ansauglufttemperaturfühler anklemmen? Ist der Mapsensor integriert oder ist da nur ein elektrischer Anschluss, um einen Mapsensor anzuschließen?
Ich finde, man muss abwägen, was man will/braucht.
Ist das ein Cruise-Mobil, ohne kresse Leistungswerte? Dann würde ich den Map anschließen.
Ist das ein Mörder-Motor mit richtig Punch, würde ich den Map ausbauen und statt dessen einen 0-5V Temperatursensor in die Ansaugung setzen und am Port des Map anklemmen.
Weil:
Leistung ist in den meisten Fällen kurz vor der Klopfgrenze zu Hause. Mit steigender Ansauglufttemperatur wird klopfen immer wahrscheinlicher. Bei 30*C kann man dann vielleicht 36' Zündung fahren. Und bei 50'C kann man dann vielleicht nur noch 30-32' Zündung fahren. Immer wieder ein Problem, bei Motoren, die von 'Tunern' im Winter abgestimmt wurden und bei den ersten Sonnenstrahlen die Zündkerzen wegglühen oder halt der gesamte Motor hoch geht...
Im Teillastbereich, bei sehr wenig Füllung, kann man erheblich früher zünden. Wenn ein Motor bei Volllast vielleicht 30' macht, kann der im Teillastbereich durchaus mit 40-45' Zünden, ohne dass etwas kaputt gehen kann. Nur mit deutlich gestiegener Effizienz und erheblich mehr Drehmoment, als wenn die Zündung die gleiche wie bei Volllast wäre.
Um zu wissen, wie die Kurve gescheiterweise auszusehen hat, muss man erstmal wissen, was es für ein Motor ist. Wenn ich mir die TYP 1 und 4 Köpfe ansehe, würde ich erstmal davon ausgehen, dass problemlos 32-38' Zündung unter Volllast drin sind. Aber damit würde ich keinesfalls anfangen. Wichtig sind die Verdichtung und die Daten der Nocke. Ein "Standart-Motor kann, oder besser gesagt braucht, immer wesentlich mehr Zündung, als ein Motor mit erheblich optimierte Füllung und höherer Kompression.
Wenn es ein Standartmotor ist, würde ich in etwa so anfangen, da geht sehr sehr wahrscheinlich nichts kaputt:
Leerlauf 6-10', je nach Motorlauf
200rpm unter dem Leerlauf und 200rpm über dem Leerlauf eine Stützstelle, um den Leerlauf zustabilisieren (ausbremsen/beschleunigen)
bis 2000rpm auf 18' steigend
bis 2500rpm auf 23' steigend
3000 25'
4500 bis Ende 27'
Die Daten des Motors sind trotzdem wichtig, um sich ein Bild machen zu können....
Immer auf den Motor hören! Ein leiser Auspuff ist von Vorteil, aber man hört klopfen auch mit einem richtigen Krawall-Auspuff.
Den IAT kann man mit
SOWAS zu einem analogen Ausgang verhelfen. Dann kann man einen PT100 nach Wunsch dran hängen. Optimalerweise irgendetwas sehr schneller, mit offen liegendem Fühlerelement...