Typ 4 Hochleistungskolben

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edi
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von edi »

....ich lese mit.
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VeeDee
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von VeeDee »

Danke, Edi. Ich komme drauf zurück.


Hinweis zu den "Fehlmessungen":

Wir waren damals selbst erstaunt, wie hoch die Temperaturen lagen. Die Sensoren haben wir übrigens auch für Freigabemessungen an Motoren, Abgasanlagen und periphären Bauteilen benutzt, immer einwandfrei. Verdampftes Öl kann verflucht heiß sein...

Für die heute in der Regel verwendeten Öle sind aber auch 250° noch kein wirkliches Problem, Aber für Schläuche, Dichtringe, organische Reibbeläge, Leichtmetallegierungen, Lötverbindungen...
Und was ich mir nicht kaufen kann fertige ich mir selber an.

Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

Machen ist so ähnlich wie Wollen, nur krasser!
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Vari-Mann
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Vari-Mann »

Hey Vari hab bei Sandtler nichts gefunden,kanns mal ne Seite posten,gruß Fleischi.
Bitte auf den neuen Tread.

[/quote]
Hm...ne,da muß ich passen sehe da auch nix mehr in der richtung.Sorry.Aber irgendwo muß es die noch geben.
Arnoud
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Arnoud »

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VeeDee
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von VeeDee »

Oder beim Bosch-Dienst:

CAR GO 070151 UP3/OIL 12V Gear Pump
made in italy

Dort gibt es auch passende Temperaturschalter.
Und was ich mir nicht kaufen kann fertige ich mir selber an.

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Varus
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Varus »

@edi:- die Facet-pumpe könnte es packen, weil sie ja keine Kreiselpumpe ist, aber egal. Eine Zahnradpumpe ist hier echt die Wahl. Die bei isa-racing war mir damals nur zu teuer für so'n Versuch :D
Nur das mit dem Kolben ist ja Klasse, endlich mal ein deutscher Hersteller. Interessehalber frage ich mal nach ob du schon mal an die gebackenen Kevlarkolben gedacht hast? Man hat soviel gutes gehört, aber irgendwie ist jetzt die Infoschiene darüber weggebrochen. :roll:
@VeeDee:- also 400Grad Gastemp. müssen ja irgendwo herkommen; die entstehen ja nicht aus 200Grad heißem Öl.
Deshalb zweifel ich die weiter an. Aber allein deswegen forsche ich bei mir mal nach.
Quo vadis
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edi
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von edi »

Hallo Varus,
bezüglich der Kevlarkolben habe ich leider auch keine Info. Ich habe mich mal 2004 mit den Kohlenstoffkolben fast 2 jahre beschäftigt, das Problem war die große Bohrung. Leider ist danach die Geschichte etwas eingeschlafen und ich habe bis heute keine news erhalten. Mit den zur Zeit erhältlichen Kolben bin ich sehr glücklich, werde mich aber nächstes Jahr wieder um die kohlenstoffkolben kümmern. Alternativ kannst Du mir bitte mal infos über die kevlarkolben geben. Ich bin jemand der das gerne bei meinem eigenen Motor ausprobiert, bevor ich das verkaufe.

mfg
Edi
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Varus
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Varus »

Momentan stehe ich mit Infos eher schlecht da. Ich weiß nur das es im Frankenland oder Niederbayern einen gibt, gab der diese Kevlarkolben für Oldtimer herstellt oder-stellte, nach Maßvorgabe. Nur der war damals total überlastet aufgrund der Nachfragen. Da brauchteste gar nicht anrufen. :lol: Immer besetzt.
Internet habe erst seit 2005 zu hause, daher muss ich mal meine Papier- "Akten" durchwühlen, ob ich da etwas zurückhielt (war ja auch mal eine Aufräumaktion dazwischen). :oops:
Heute, ja heute würde ich einscannen und dann erst wegschmeißen.
Quo vadis
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VeeDee
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von VeeDee »

Hallo Varus.

Wenn Du Dampf erzeugen willst bringst du auch nur das Wasser auf 100°, und der Dampf kann deutlich heißer sein. Die Wärmequelle ist entscheidend, siehe Kraftwerke.

Die Wärmequelle im Getriebe waren die Reiblamellen der ZF-Sperre, dort löste sich sogar partiell der Sinterbelag.
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Varus
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Varus »

VeeDee hat geschrieben:Hallo Varus.

Wenn Du Dampf erzeugen willst bringst du auch nur das Wasser auf 100°, und der Dampf kann deutlich heißer sein. Die Wärmequelle ist entscheidend, siehe Kraftwerke.

Die Wärmequelle im Getriebe waren die Reiblamellen der ZF-Sperre, dort löste sich sogar partiell der Sinterbelag.
Du kannst keinen 150Grad heißen Dampf erzeugen mit 100grad heißem Wasser. Das geht nur wenn du Wasser unter Druck setzt-hier etwa 3bar - um aus Wasser mit 150Grad Dampf mit z.B. mit150Grad - zu erzeugen. Oder 20bar für 210Grad Dampf.
Auch nicht 105Grad Dampf aus 100Grad heißem Wasser.
Das erfolgt strikten physikalischen Gesetzen, hier die Wasserdampfdruckkurve, die es auch für Öle gibt.
Die überhitzten Dämpfe- die also temperaturmässig deutlich über der Wasserdampfdruckkurve liegen- sind wie der Name schon sagt, nachträglich nochmal erhitzt oder anderweitig Energie reingesteckt worden.
Um mal eine Eindruck zu geben:- 550Grad (da sind die Rohre schon schwach glühend) bei über 300bar Dampfdruck in Kraftwerken ist schon ne Ansage.
Temperaturmeßstellen habe ich auf meiner Arbeit etwa 1.200 Stück.da geht schon mal eine hops. ;) und zeigt Phantasiewerte an, meist als Grd ende des Meßbereiches.
Aber ich weiß auch das man über einige Temp. rätselt, die so nicht sein können, die waren aber immer zu tief.
Und einige Abschalttemp.-fühler machten uns Sorgen weil sie laufend einen wichtigen Apparat sicherheitsmässig abschalteten und ausgebaut keine Fehler aufwiesen. Nur ein neuer brachte die Erkenntnis, das der alte wohl doch kaputt war.
-
Was ich mir bei den 400Grad theoretisch vorstellen kann, das diese 400Grad mal ganz kurz anlagen, das Öl verdampften und da Dampf, auch Gas, schlechte Wärmeleiter sind, sich im Gasraum über dem Öl als Temp-spitze länger hielten, während das Öl (als besserer Wärmeleiter) sich schon über die Gehäusewandung auf 200Grad Mittel- Durchschnittstemperatur abkühlte.
Also kurz gesagt: im Gasraum hält sich eine Spitzentemp. länger als im Flüssigkeitsbereich.
Und nochmal:- ich zweifle die 400Grad an, aber aus Erfahrung bin ich vorsichtig mit einer endgültigen Entscheidung.
Vielleicht weißt du ja noch die Meßart des Meßfühlers? Pt100 z.B. 2oder 4polig zur Brückenschaltung??
Einige Temp.-fühler sind in bestimmten Meßbereichen ungeeignet, weil die Abweichung nicht linear sondern weil die Kurve dann diesem Bereich linear davon weg einen großen Schlenker macht.
So wird das PT 100 Element in der Industrie millonenfach benutzt, weil die Meßkurve so gut wie linear verläuft und die Alterung minimal ist..
Quo vadis
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Mr.Boost/JBC
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Mr.Boost/JBC »

Interessante Diskussion über die Kolben! Kevlar im allgemein ist sehr temperaturbeständig bzw. absolut feuerfest. Interessant wäre zu sehen wie die Festigkeit wäre in Form eines Kolbens. Wäre da noch Gewebeanteile drin oder als gepresster Pulver oder eine Hybridlegierung mit Alu? Kohlenstoffkolben fand ich vor etwa 3 Jahren sehr interessant.Allerdings bei meinen
Nachforschungen und Gespräche mit einem Hersteller gab es keine nennenswerte Vorteile gegenüber geschmiedete Alukolben. Bei 102mm Bohrung wären Kohlenstoffkolben genauso schwer. Wärmeableitung in Verbindung mit Aluzylindern wäre besser als Schmiedekolben. Keramikkolben bzw. Silicon-nitride (kenne das Deutsche Wort nicht) wäre die Eierlegendewollmichsau, allerdings nicht zu bezahlen. Extreme Festigkeit, sehr leicht,absolut verschleißfrei. Aber mit ca. 1200€ pro Kolben keine sinnvolle Option für einen Luftgekühlten. Preis/Leistung ist der Alukolben immer noch unschlagbar. Wenn sie noch für 8000ps
Nitro Dragster reichen, gibt es keine besseren Argumente.

Gruß Mark
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Uwe
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Uwe »

Meines Wissens hat die Firma Völkl aus Tirschenreuth viel geforscht mit Kohlenstoffkolben.

Sollten aber vorwiegend für kleine Motoren (z.B: Indoorkarts) verwendet werden.

Die wollten z.B. beim Zweitakter ohne oder mit weniger Öl fahren.

Für Kolben über 60mm uninteressant. :handgestures-thumbdown:
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Mr.Boost/JBC
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Mr.Boost/JBC »

Uwe hat geschrieben:Meines Wissens hat die Firma Völkl aus Tirschenreuth viel geforscht mit Kohlenstoffkolben.

Sollten aber vorwiegend für kleine Motoren (z.B: Indoorkarts) verwendet werden.

Die wollten z.B. beim Zweitakter ohne oder mit weniger Öl fahren.

Für Kolben über 60mm uninteressant. :handgestures-thumbdown:
Richtig! Mit der Firma hatte ich auch gesprochen! Da war die Rede von maximal 80mm,das wäre schon die Grenze..
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mymedusa
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von mymedusa »

Ich hatte die auch mal kontaktiert damals zu 1200 challengezeiten die waren auch nicht begeistert bezüglich Ladedruck.
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Mr.Boost/JBC
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Re: Typ 4 Hochleistungskolben

Beitrag von Mr.Boost/JBC »

Stimmt auch. Da würde es Probleme mit den Kolbenringnuten geben. Die könnten den hohen Zylinderdruck nicht standhalten wie ein Schmiedekolben. Ab da waren sie für mich nicht mehr interessant.
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