Re: Wie gelochte Bremsscheiben montieren?
Verfasst: Di 27. Dez 2011, 08:42
Aaaalso... Ich hätt ja nich gedacht dass man auch das Thema vertiefen kann... Schaden wirds auf jeden Fall nicht...
Die Bremsscheiben werden perforiert um das Ansprechverhalten zu verbessern. Auf Scheiben und Belägen bildet sich zwangsläufig ein Belag aus Bremsstaub, Wasser (wenn die Witterung es hergibt) und anderem Dreck (Öl etc.). Wenn die Bremse betätigt und die Beläge angelegt werden bedarf es einiger Radumdrehungen bis dieser Schmutz abgetragen ist und die Bremsbeläge ihre volle Wirkung entfalten.
Man versucht diesem Zeitverzug bei der Verzögerung entgegen zu wirken indem man die Bremsscheiben locht. Beim Anlegen der Beläge wird der Dreck zunächst in die Löcher gepresst. Es bedarf also deutlich weniger Radmdrehungen um die volle Bremsleistung abfordern zu können. Wer später bremst ist länger schnell - das kann auf einer Rundstrecke schon mal den einen oder anderen Meter ausmachen. Der abgeriebene Schmutz wird abschließend aus den Löchern heraus in die Radhäuser geschleudert.
Da macht es nur Sinn wenn sich das sichelförmige Lochmuster auf der Bremsscheibe in gleicher Richtugn wie das Rad selbst dreht. So wird alles was außen an dem einen Loch vorbeiläuft in das folgende Loch gepresst. Andernfalls könnte man sich die Lochung sparen.
Abschließend gibt es zwei unterschiedliche Bohrmuster. Für die Vorderradbremse greift man auf das altbekannte Sichelmuster zurück. An der Hinterachse hat sich ein Bormuster etabliert das bei Porsche in den 90er Jahren zur Anwendung kam. Dieses Muster verteilt die Lochung und den damit verbundnen erhöhten Verschleiß an Scheibe und Belag.
Grüße
Die Bremsscheiben werden perforiert um das Ansprechverhalten zu verbessern. Auf Scheiben und Belägen bildet sich zwangsläufig ein Belag aus Bremsstaub, Wasser (wenn die Witterung es hergibt) und anderem Dreck (Öl etc.). Wenn die Bremse betätigt und die Beläge angelegt werden bedarf es einiger Radumdrehungen bis dieser Schmutz abgetragen ist und die Bremsbeläge ihre volle Wirkung entfalten.
Man versucht diesem Zeitverzug bei der Verzögerung entgegen zu wirken indem man die Bremsscheiben locht. Beim Anlegen der Beläge wird der Dreck zunächst in die Löcher gepresst. Es bedarf also deutlich weniger Radmdrehungen um die volle Bremsleistung abfordern zu können. Wer später bremst ist länger schnell - das kann auf einer Rundstrecke schon mal den einen oder anderen Meter ausmachen. Der abgeriebene Schmutz wird abschließend aus den Löchern heraus in die Radhäuser geschleudert.
Da macht es nur Sinn wenn sich das sichelförmige Lochmuster auf der Bremsscheibe in gleicher Richtugn wie das Rad selbst dreht. So wird alles was außen an dem einen Loch vorbeiläuft in das folgende Loch gepresst. Andernfalls könnte man sich die Lochung sparen.
Abschließend gibt es zwei unterschiedliche Bohrmuster. Für die Vorderradbremse greift man auf das altbekannte Sichelmuster zurück. An der Hinterachse hat sich ein Bormuster etabliert das bei Porsche in den 90er Jahren zur Anwendung kam. Dieses Muster verteilt die Lochung und den damit verbundnen erhöhten Verschleiß an Scheibe und Belag.
Grüße