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Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 00:26
von VeeDee
Black Desire hat geschrieben:Servus,
Löcher in die Stifte bohren und Gewinde reinschneiden? Sind das nicht Zylinderstifte nach DIN 6325 und somit gehärtet? Was mich noch interessiert, ab wann (wieviel Hubraum/ PS) machen den 8 Stifte in der KW Sinn?
Die 8 Löcher machen eigentlich keinen Sinn, da die Kraft nicht über die Stifte, sondern über die Flächenpressung zwischen Welle und Schwungrad übertragen wird.
Einfach gesagt: F = P x A , wobei F die Kraft / das Drehmoment bezeichnet, das übertragen werden kann, P steht für den Anpressdruck (errechnet sich aus dem Anzugsmoment der Hohlschraube) und A ist die plane (!) Fläche zwischen Kurbelwelle und Schwungrad.
Durch das 8-Loch-Bohren verringert sich die Fläche A, bei unverändertem P/Anzugsmoment erhöht sich also die Flächenpressung zwischen KW und SR, was prinzipiell kein Problem darstellt, sofern Teile in mindestens Serienqualität zur Verfügung stehen. Bei schlecht bearbeiteten Flächen oder zu weichem Material kann die Pressung schnell ein Fließen des weicheren Materials bewirken, wodurch ein Setzen und damit ein Abfall des Anzugsmoments erfolgt. Ist mir leider ein paar Mal mit den gegossenen Schwungrädern passiert, die sich daraufhin gelöst haben.
Ich lasse es bei Serienkurbelwellen grundsätzlich bei der 4-Loch-Lösung, alle anderen haben leider schon die 8 Löcher ab Werk.
Always Aircooled
VeeDee
Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 07:56
von triker66
Hallo,
ich denke ein Problem ist wenn die Schwungradschraube nicht mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen wird.
Ich habe selbst bei Gruß Schwungräder nie ein Problem damit gehabt.
Bei meinem 1904 ccm habe ich die HD Schraube genommen und mit 450 nm angezogen.
Gruß Holger
Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 08:41
von yoko
Mach ich auch so, aber ohne Guss Schwungräder.
Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 09:04
von triker66
yoko hat geschrieben:
Mach ich auch so, aber ohne Guss Schwungräder.
Hey Conny,
das Guss Schwungrad nehme ich bei Serien nahen Motoren, sonst HD.
Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 13:29
von Michael461
Hey Holger
ich dachte immer die sind alle gegossen
ausser vielleicht Porsche 914 Typ 4 schwung 215er und große wbx 228 Schwungräder
Micha
Re: Instandsetzung einer Kurbelwelle
Verfasst: So 6. Jan 2019, 14:13
von Udo
VeeDee hat geschrieben:Black Desire hat geschrieben:Servus,
Löcher in die Stifte bohren und Gewinde reinschneiden? Sind das nicht Zylinderstifte nach DIN 6325 und somit gehärtet? Was mich noch interessiert, ab wann (wieviel Hubraum/ PS) machen den 8 Stifte in der KW Sinn?
Die 8 Löcher machen eigentlich keinen Sinn, da die Kraft nicht über die Stifte, sondern über die Flächenpressung zwischen Welle und Schwungrad übertragen wird.
Einfach gesagt: F = P x A , wobei F die Kraft / das Drehmoment bezeichnet, das übertragen werden kann, P steht für den Anpressdruck (errechnet sich aus dem Anzugsmoment der Hohlschraube) und A ist die plane (!) Fläche zwischen Kurbelwelle und Schwungrad.
Durch das 8-Loch-Bohren verringert sich die Fläche A, bei unverändertem P/Anzugsmoment erhöht sich also die Flächenpressung zwischen KW und SR, was prinzipiell kein Problem darstellt, sofern Teile in mindestens Serienqualität zur Verfügung stehen. Bei schlecht bearbeiteten Flächen oder zu weichem Material kann die Pressung schnell ein Fließen des weicheren Materials bewirken, wodurch ein Setzen und damit ein Abfall des Anzugsmoments erfolgt. Ist mir leider ein paar Mal mit den gegossenen Schwungrädern passiert, die sich daraufhin gelöst haben.
Ich lasse es bei Serienkurbelwellen grundsätzlich bei der 4-Loch-Lösung, alle anderen haben leider schon die 8 Löcher ab Werk.
Always Aircooled
VeeDee
. Theoretisch ja , beim Typ4 passt das mit den 5 Schrauben . Die bringen viel anpressdruck , mit den spezialschrauben und 180nm sogar meist ausreichend. Aber beim typ1 sind die 8 Stifte am Ende doch besser . Spätestens ab 140 PS würde ich sagen .