Moin,
nachdem dann alle Blecharbeiten abgeschlossen waren kam der unvermeidliche Teil mit der Mutter aller letzten Arbeiten...
Erstmal alle Anbauteile Sandstrahlen. Davon habe ich gar keine Fotos gemacht wie mir gerade aufgefallen ist. Anschließend wurden die Falze und vermeintlichen Rost-"desinhibitoren" mit Brunox Epoxy behandelt.
Danach gab es den folgenden Beschichtungsaufbau (alles von MIPA), jeweils immer nach erstellervorgaben:
- EP100/20
- MS310 Nahtdichter
- wo nötig E80 Kaltzinn + P90 easy Feinspachtel
- 4+1 2K HS Acrylfiller
- WBC Wasserbasislack
- CC8 Klarlack
Ich denke, dass ich da nicht weiter ins Detail gehen muss!? Dass man von der nicht enden wollenden Schleiferei Arme bekommt, auf die Popeye neidisch bis hinter Meppen wäre, muss ich sicher nicht weiter erwähnen

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Achja, wir sind leider nicht so die erfahrenen Profis, als dass man nicht auch mal durch Füller oder Grundierung durchschleifen würde. Natürlich müsste man korrekterweise wieder o.g. EP100/20 applizieren....eigentlich! Andererseits geht es dann noch langsamer voran, von dem Gemodder mit Material abwiegen, anmischen, umfüllen und vor allem Spritzpistole reinigen einmal ganz abgesehen. Daher war das Mittel der Wahl
MIPA 1K Epoxy und 1K Fastfiller zum nacharbeiteen der Fehlstellen. Das Material ist mit allen Systemen überlackierbar, für Spotrepair geeignet und in einer halben Stunde durchgetrocknet und dann auch super schleifbar. So konnten wir die Schleif- und Lackiervorbereitungsorgie auf das absolute Mindestmaß beschränken und ich denke, die Haltbarkeit der Lackierung dürfte nicht nennenswert reduzoert sein.
Der MS310 Nahtdichter wird am besten mit der speziellen "Spritzpistole" aufgetragen. Hierzu noch 2 Hinweise, damit ihr möglicherweise nicht auf auf die Nase fallt:
1. Lt. Herstellervorgabe - in meindem Fall SikaFlex - soll immer eine Kartusche Nahtdichter in der Pistole bleiben, vermutlich um Austrocknung zu verhindern. Das mag im gewerblichen Bereich mit kurzen Pasuen funktionieren, lässt man die Pistole jedoch länger ungenutzt, wird das Zeug logischerweise natürlich doch fest!!! Da ich die Pistole gebraucht gekauft hatte und sie eine Katusche enthielt, war ich davon ausgegangen, gleich losarbeiten zu können...nix iss, erstmal 2h Materialsystem freipuhlen

. Ich würde also sagen, spätestens ab 4 Wochen Pause muss alles mit Verdünnung ausgewaschen werden.
2. Ich habe MS310 von MIPA verwendet, um beim gleichen System zu bleiben. Die erste Charge von 6 Kartuschen war auf der Unterseite mit Alufolie versiegelt. Da die Menge nicht ausreichend war, habe ich "eben fix" bei ebay ein Sixpack nachgordert (leider gepennt und "schwarz" bestellt). Das wollte dann bei der Verabeitung nach kurzer Zeit nicht mehr richtig nachfließen. Nach einigem Fluchen und Probieren kam ich dann darauf, dass eben jener Alusiegel fehlte und deshalb der Teil knapp überhalb dieses "Kolbens" in der Kartusche schon ausgehärtet war und deshalb fest hing (die Pistole beaufschlagt die Kartusche rückseitig mit Druck um den Materialfluss sicherzustellen). Ein "Anschubsen" des Kolbens per Hammerstiel sorgte dann für Abhilfe und das Material konnte - bis auf den ausgehärteten Teil - verarbeitet werden. War trotzdem ungleich nerviger und hat das Ergebnis verschlechtert! Also immer auf das Siegel achten und am besten bei seriösen Händlern bestellen.

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Dann konnte eeeeeeeeendlich die "Farbe" aufgetragen werden, zuerst auf die Unterseite der Karosse sowie die Radhäuser. Hier - falls noch nicht bekannt - noch zwei kleine lifehacks, die ich bei Youtube gefunden habe: das Klebeband erleichtert das saubere Ausgiessen das Lacks aus dem Eimer erheblich und die Tüte um die Spritzpistole reduziert den Reinigungsaufwand um bestimmt 50%.

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Hier dann das Zwischenergebnis:

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Im nächsten Beitrag gehts weiter wenn ihr Bock habt...