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Re: 1640 oder 1679 mit 34er Zwei- oder 40er Doppelvergaser??

Verfasst: Di 20. Sep 2011, 09:23
von Jörg121173
Nehm ich nun nen externen oder den normalen Doghouse Kühler?

Re: 1640 oder 1679 mit 34er Zwei- oder 40er Doppelvergaser??

Verfasst: Fr 23. Sep 2011, 08:02
von orra
Hallo,

vieleicht ein paar Worte zu den "dickwandigen" Zylindern.
"Slip in" und "dickwandig" schließen sich aus.
Slip in Zylinder müssen in ein 90er (1600er) Gehäuse und in die 1600er Köpfe passen. (94mm)

Wenn man von dickwandigen 88er Zylindern spricht, so müssen diese folglich auch größer sein, als 90mm am Fußmaß, oder94mm am Kopf.

Wenn nun diese dickwandigeren Zylinder abgedreht werden um in das Std-Gehäuse zu passen, so sind sie wieder dünnwandig.

Bei den gängigen 88er Zylindern "Slip in" von Mahle und Co ist diese Wandstärke ca. 0,8mm am Fuß, (0,8mm Grauguss!!!) und 2,8mm am Kopf.

Dickwandiger im Bereich der Kühlrippen und Stehbolzen können diese auch nicht sein, da dies
1. keinen Sinn macht weil die Zylinder nicht symmetrisch sind
2. die Zylinder noch zwischen die Stehbolzen passen müssen.

Grundsätzliches:
Je dünnwandiger ein Zylinder am Kopfbereich ist, um so eher arbeitet er sich in den Alukopf ein.
Je dünnwandiger ein Zylinder am Fuß ist, um so eher neigt er zur Verformung.

Es gibt eine Menge Leute, die schon seit viele Jahren mit 88er (oder 92er) Zylinder unterwegs sind. Empfehlenswerter wir es dadurch gegenüber 87er (90,5er) Zylinder nicht.

Sind das alles nur Zahlenspiele oder Pfennigfuchserei? ;)
Vieleich ein kleines Beispiel zur Veranschauung.
0,8mm Grauguss zerdrückt man mit der bloßen Hand. 1,2mm wird schon schwieriger.
Wer nun meint, man müsse den Block eben auf Passung aufbohren, damit die Zylinder sich unten nicht verformen, dem folgendes...
Um einen rechtwinkligen Sitz zu gewährleisten, kann man nur eine Richtung 100% passig machen, also die Zylinderauflage.
Ich benötige also ein kleines Einbauspiel um den Zylinder in den Block zu schieben. Vieleicht nur ein 10tel mm. Wenn man nun das Laufspiel eines Kolbens betrachtet, so ist man mit diesem sehr kleinen 10tel schon ausserhalb jedes Laufspieles.
Auch dehnt sich Alu (Magnesium) erheblich stärker aus als Grauguss.

Noch etwas deutlicher:
0,8mm Karosserieblech ist normal und gut, 1,2mm Blech wird jeder als Panzerung ;) empfinden.

Nur so mal zur Überlegung.

Danke und Gruß,

orra

www.orratech.de

Re: 1640 oder 1679 mit 34er Zwei- oder 40er Doppelvergaser??

Verfasst: Fr 23. Sep 2011, 08:59
von orra
Hallo Aryan,

danke für das Bild.
Das ist ja kein Wiederspruch und auch nicht das Problem der 88er (92er) Zylinder.

Die Auflagefläche der 88er Zylinder am Block ist nicht das eigentliche Problem, sondern die Wandstärke der Zylinder im Block (ca. 0,8mm) und die Auflagefläche der Kopfseite auf den Alukopf.

Die Kolben und Zylinder von AA verwenden und vertreiben wir auch fast nur noch, jedoch nicht 88er oder 92er auf Grund der oben genannten Gründe und Erfahrungen.

Danke und Gruß,

http://www.typ4shop.de

Re: 1640 oder 1679 mit 34er Zwei- oder 40er Doppelvergaser??

Verfasst: Fr 23. Sep 2011, 10:28
von Baumschubsa
Ist prinzipiell die Wandstärke der Zylinder im Block nicht egal?

Am Zylinderkopf ist mir klar, dass da noch eine gewisse Wandstärke sein muss.
88 auf 94 geht doch eigentlich noch. Haben die 90,5er nicht 96 und die 94er 98mm im Zylinderkopf?

Re: 1640 oder 1679 mit 34er Zwei- oder 40er Doppelvergaser??

Verfasst: Fr 23. Sep 2011, 10:56
von G-MAN
Ich denke die 0,8mm im unteren Bereich reichen für die Belastung im Betrieb aus.
Schaut man sich einmal die Laufspuren im Zylinder an, sieht man deutlich das in dem unteren Bereich nicht viel an seitlichen Belastungen in Richtung Lauffläche auftreten...hier sehen alle Zylinder egal ob dick oder dünnwandig meistens noch aus wie neu.
Die dünnere Dichtfläche oben sehe ich ebenfalls nicht als Problem. Dünne Flächen dichten zudem besser ab als dicke, falls sich da was einarbeitet liegt es wahrscheinlich doch nicht an den 0,5mm mehr an Materialstärke im Vergleich zu den als problemlosen & standfest bezeichneten 87ern.
Mein Fazit: Wenn man professionell Motoren baut greift man gerne auf ein bischen mehr an ( gefühlter ) Sicherheit zurück, zumal man nie weiß wie ein Motor vom Kunden gefahren und gewartet wird, wenn man für sich selber baut und nicht expliziet die Laufleistung im Visier hat kann man da auch durchaus drauf verzichten.