Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Käferschrauber
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von Käferschrauber »

Orra schreibt: Der blaue Motortot war auch von der Partie


Wie soll Mann (oder auch Frau) das verstehen?

Und welche Dichtmittel benutzt der Motorbauer?
kaeferdesaster
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von kaeferdesaster »

Was ich nicht verstehe, warum hast du nicht alle schrauben nachgezogen und dir dann das ergebnis angesehen. Das nockenwellenrad war ja nun nicht so scheiße .....oder ? Und ventile hin oder her ..die hure lief ja...... ich finde du machst dich da zu sehr lustig .....
Und nun hast du ja den beweiß , warum keiner den motor haben wollte ......
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orra
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von orra »

Hallo,

Bei dem Motor sieht man das Verhalten vom bmt ganz gut. Überall sind Dichtmittelreste in Form von Popeln.
Z.B am Ölsieb usw.

Zum Thema Dichtmittel gibt es ja verschiedene Philosophien.

Siehe:
http://bugfans.de/forum/motor-allgemein ... ichtmittel

Kopie:

Loctite 574 ist für die alten Luftgekühlten Porscheboxer von Porsche empfohlen und freigegeben.
Somit meine 1. Wahl.
"Hy.... ist blauer Motortot"
Fast egal welches Dichtmittel verwendet wird, es sollte nicht auftragend sein, also fallen für mich Silokondichtmittel für die Trennfuge aus.
Die Hauptlagergasse wird ohne Dichtmittel mit Drehmoment gespannt und gespindelt.
Dichtmittel die herausquellen und "Popel" bilden können ggf sich in Bohrungen setzen, wo sie nicht hin gehören, daher auch mein oben genannter Spruch. Habe ich leider schon zu häufig gesehen.

Kopie ende.



In der Realität sieht es bei uns etwas differenzierter aus.
Loctite 574 (orange) oder 573 grün sind für Trennfugen meine Favoriten. (574 reizt sehr stark die Schleimhäute, Dämpfe nix gut für Augen ;) )
Curil K2 ist nicht schlecht, wenn man die Dichtwirkung von elastischen Dichtringen verbessern möchte. (Beispiel: die Stößelschutzrohr-Dichtungen oder Ölkühlerdichtringe können leicht schwitzen, wenn die Metallsitze nicht perfekt sind. Da kann dann ein wenig K2 helfen.
Curil K2 hat den Vorteil, dass sich Dichtflächen leichter wieder reinigen lassen, als die Produkte Loctite 574 und 573.
Bei Ventildeckeldichtungen ist das aber weniger sinnvoll. Sie klebt zu wenig und unterstützt nur das verrutschen der Korkdichtung.
Ein Tröpchen Sekundenkleber kann hier sehr hilfreich sein. ;)
Curil rot oder Mahle rot (aushärtend) ist nicht schlecht, wenn man etwas fest einkleben möchte. (Simmerringe, die gerne heraus flutschen wollen)
Dirko HT (rot, silikonartig) ist für höhere Temperaturen oder große Spaltmaße gut geeignet. ( Porschegebläseauflage beim ausgefrästen Typ4-Gehäuse)

Absolut wichtig bei fast allen Dichtmittel ist, dass alles Fettfrei sein muss, daher haben wir auch einen sehr hohen Bremsenreinigerduchsatz und man recht spasam ist.
Einzige Ausnahme: Zylinderfußdichtung wenn große Zylinder verwendet werden, die nicht mehr über die Auflage dichten können.

Okee, genug aus dem Nähkästchen ;)

Gruß,
orra
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rme
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von rme »

Moin Orra,

hatte den Spaß auch schon als solchen verstanden - sonst würd ich ja auch nicht im Spaß zurück hauen.

Ganz unabhängig von allen technischen Problemen die das Gehäuse hat oder haben könnte, ist es mir einfach unsympathisch und kommt weg. Ich habe noch 3 leere Gehäuse die sicher besser sind. Das kommt davon wenn man Motoren immer nur zerlegt und nie welche zusammen baut. ;) Ich gelobe aber Besserung.

VG

Ralph
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von rme »

kaeferdesaster hat geschrieben:Was ich nicht verstehe, warum hast du nicht alle schrauben nachgezogen und dir dann das ergebnis angesehen. Das nockenwellenrad war ja nun nicht so scheiße .....oder ? Und ventile hin oder her ..die hure lief ja...... ich finde du machst dich da zu sehr lustig .....
Und nun hast du ja den beweiß , warum keiner den motor haben wollte ......
Das ist eigentlich ganz einfach erklärt. Ich hatte mit den 3 zuvor schon gelieferten und jeweils mangelhaften Blöcken schon einen Zeitaufwand von über 100 dokumentierten Stunden und irgendwann ist halt mal Schluß. Besonders wenn man einen fertigen Block kauft um Zeit zu sparen die man gerade nicht hat und die vermeintlich einfachere Variante für mehr Geld wählt.
Aus rechtlichen Gründen könnte ich dann natürlich auch nicht mehr am Block selbst Hand anlegen und wollte es auch nicht mehr. Zumal die meisten Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel im eingebauten Zustand auch gar nicht erreichbar sind und mal ehrlich, wer würde schon vermuten, dass ein Motorenbauer nicht in der Lage ist die Gehäuseschrauben anzuziehen?
Hinzu kommt auch noch, dass wenn ich Geld investiert habe auch mit gutem Gewissen fahren will - das wäre bei der Vorgeschichte sicher nicht mehr möglich gewesen. Ob der Motor heute nach 3 Jahren mit den Lagern und Ventilen noch laufen würde halte ich für äußert fraglich.

Ich kann also verstehen wie man eine Frage wie du sie gestellt hast überhaupt denken kann. Nebenbei hatte ich keine Hure bestellt, sondern eine technische Dienstleitung gegen Rechnung. Da darf man schon erwarten das zu bekommen was vereinbart war.
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Merik
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von Merik »

Nockenwellenrad sieht arg vermackelt aus :(
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rme
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von rme »

Mint-Bug hat geschrieben:
rme hat geschrieben:Nebenbei hatte ich keine Hure bestellt, sondern eine technische Dienstleitung gegen Rechnung.
Im Prinzip ist das das Gleiche... :lol:
Interessant, interessant.....

Falls Samstag wieder Garagentag ist, gibt es auch noch weitere Bilder
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rme
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von rme »

So schlimm sieht das Nockenwellenrad eigentlich gar nicht aus. Das Bild zeigt die schlimmste Stelle.
IMG_0328_1.JPG
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Viel beunruhugender finde ich die Stößel, auf einigen zeigen sich schon deutlich sicht- und fühlbare Risse.
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IMG_0289_1.JPG (127.27 KiB) 9468 mal betrachtet
Auch sonst sehen sie nicht gerade sehr hochwertig verarbeitet aus. Leider zeigt das Bild nicht alles.
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Einen weiteren möglichen Grund für den Ölverlust habe ich nun doch noch ausmachen können. Der Bereich um den vorderen Öldruckregelkolben ist so weit oxidiert, dass kaum noch Dichtfläche verbleibt.
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von Poloeins »

Ui...das Gehäuse ist ja unten fast durch... :o :o :o
1192ccm = 100,64PS
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Es gibt nichts Gutes....ausser man tut es...SELBER!

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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von yoko »

Echt grauenhaft das Gehäuse, mit so was baut jemand einen neuen Motor auf?!
Gruß C.

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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von rme »

yoko hat geschrieben:Echt grauenhaft das Gehäuse, mit so was baut jemand einen neuen Motor auf?!
Ja, das ist tatsächlich passiert. Der "Motorenbauer" ist hier sogar angemeldet und wird wohl auch mitlesen. Ich glaube aber kaum, dass er genug Arsch in der Hose hat sich hier zu outen. Ganz so durch wie Lars meint ist es aber wohl nicht. Zumindest der Ölverlust wird andere Ursachen gehabt haben.
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von Boncho »

Naja, da habe ich aber auch schon schlimmere Gehäuse gesehen. Auch in einem solchen anoxidierten Gehäuse kann man einen absolut gesunden Motor aufbauen. Das ist halt mehr eine Ästhetikfrage. Ich hätte damit kein Problem. Hauptsache das Ding rennt...
Wenn es allerdings anders mit dem Motorenbauer abgesprochen ist und man Wert darauf legt, dann ist das natürlich schon ärgerlich.

Lasst das hier jetzt bitte auch nicht zu einem Motorenbauer-Hass-Thread ausufern. Ich denke auch nicht, dass er sich hier in der Öffentlichkeit noch irgendwie dazu rechtfertigen muss. Dafür ist ja auch wohl hinter den Kulissen schon genug gelaufen. Den Motor zu zerlegen und Fehler, Probleme und Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen ist ja schön und das hilft sicher auch vielen. Dann ists aber auch gut... ;-)
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von 181er »

Boncho hat geschrieben:Lasst das hier jetzt bitte auch nicht zu einem Motorenbauer-Hass-Thread ausufern.
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PeterHadTrapp
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von PeterHadTrapp »

rme hat geschrieben:Sie korrodierenn sehr gern wenn sie ausbaut in eine feuchten Halle oder Garge jahrelang auf dem Boden stehen. Wenn es noch feuchter ist und der Motor trocken, dann sogar wenn sie in der Luft hängen.
Hilft es wenn man die Motoren äußerlich mit WD40 oder so einnebelt, sodass sie eine Art "Ölfilm" vor der Luftfeuchtigkeit schützt ?
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Re: Wie ein generalüberholter Motor nicht aussehen sollte.

Beitrag von Leue »

Wenn du wirklich was für längere Zeit weglegen und schützen willst, dann kannste besser ein geeignetes Konservierungswachs nehmen.

Gruß

Ps: sowas hier z.B: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... yId=124669
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