Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

drei03
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von drei03 »

Servus, hallo Torben!

Lassen wir doch die Kirche im Dorf!
Und ja , eine verbogene Stössestange ist mir durchaus bekannt!
Nur in diesem Fall für den Käferkollegen und
seiner Motorauslegung reichen die originalen
Stösselstangen locker aus. Da braucht es keinen
sinnlosen Angstzuschlag😎!
Was das verformen der Stösselstangen angeht so gibt es
doch einige Ursachen dafür!
Es ist nicht nur eine steile , schnell öffnende
Nockenrampe oder ein schnell beschleunigender
Motor um ein paar Dinge zu nennen sondern auch noch
mehrere andere Faktoren!
Am Ende des Tages ist für diesen einfachen
im Serienstyle ausgelegten Motor der mutmaßlich
ordentlich und sauber gebaut wird die originalen
Stösselstangen mit all ihren Vorteilen ausreichend!

Robert
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1N5ID3R
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von 1N5ID3R »

Und nochmal ein herzliches Dankeschön für all eure Beiträge.
Ich denke, dass jeder, der schon lange im Geschäft ist seine Erfahrungen gemacht hat und es zum Teil auch eine "Geschmackssache" ist.
Ich bin ja ein langjähriger Theoretiker, der jetzt mal langsam in die Praxis muss ;)
Ich denke, dass auch ich meine Erfahrungen machen werde.
Und nur weil viel "schlechtes" über eine .... C35 geschrieben wird, heißt es ja nicht, dass sie generell schlecht ist; auch wenn ich wohl auf eine 2280 gehen werde, gepaart mit Scat Federn und Serien Stößelstangen (angepasste Länge).

DAnke und Gruß
Stefan

P.S.: Wer noch Interesse an einer nagelneuen C35 hat, bitte melden - hätte ich "abzugeben".
P.P.S.: Die C35 hatte ich mir gekauft, weil - wie oben geschrieben - ein guter Bekannter sie verbaut bekommen hat.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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Männerlochkreis
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von Männerlochkreis »

Für alle "Scat C35" nichtsogernemöger.....
Die Nocke läuft im Vergleich zur W110 "geräuschlos".
Braucht aber Verdichtung und leicht angepasste Brennräume
und mit 1 Vergaser immer Super Plus!

Federn, Stösselstangen sind fasst zu vernachlässigen bei einem 1 Vergaser Motor.
Stössel müssen nicht erleichtert sein, sollten aber im idealfall härter sein als die Serie.
Wenn Du den Block nicht nochmal aufmachen willst und später auf Doppelvergaser
gehen willst, bau TP-Stößel ein, dann brauchst Duden Block nicht nochmal zu öffnen
Mit 1 Vergaser kommst nicht in die Drehzahlbereiche wo es für die Federn "ernst" wird.
Kipphebelgeometrie sah bei mir ok aus.

Mit bearbeitetem 34er Vergaser (wir hatten ja früher nix ;) ) und TSZH läuft das sehr gut
seit mehr als 10 Jahren. Bei 2.000 U/min voll durchlatschen und das Boot zieht ruckfrei durch
ohne gehüppel oder sonstige unerwünschte Nebeneffekte

Mit der 2280 machst Du mit weniger Verdichtung nichts falsch und Du kannst vermutlich
weiter mit Super 95 fahren. Guido W sollte Dir einen perfekten Vergaser machen.

Viel Spaß beim Winterschrauben und bei der ersten Ausfahrt.

Munter bleiben und die letzten Sonnenstrahlen geniessen....
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B. Scheuert
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von B. Scheuert »

Oh, hier ist es ja richtig abgegangen :lol:

Nur noch einmal etwas Senf dazu. Mir machen diese Einvergasermotoren in Serienoptik Spass, weil sich da wirklich erstaunliche Leistungen erzielen lassen und es trotzdem ein wartungsarmer einfacher Motor bleibt.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass es (für ein wirklich gutes Ergebnis) viel Feinarbeit erfordert. Das betrifft die Kopf- , Saugrohr-, Auspuff- und Wärmetauscher Bearbeitung. Für mich gehört auch ein programmierbarer Zündverteiler dazu. Das Verdichtungsverhältnis ist ein wichtiger Punkt. Mir ist aufgefallen, dass da bei ca. 9 zu 1 die Schallmauer liegt. Die Tendenz zum Klingeln wurde dann sehr groß. Und 102 Oktan Kraftstoff ist nicht immer verfügbar.


Mit den 37er Vergasern habe ich es nur einmal probiert und das Ergebnis (Kaltstart , Verbrauch) war für mich nicht zufrieden stellend. Allerdings habe ich auch keine Zeit in die Abstimmung investiert. Der Kaltlauf war schon so schlecht, dass ich da schon keine Lust mehr zu hatte.

Ich würde bei so einem Motor auch immer unter 1,8l bleiben, weil mir mehr Hubraum mit einem Einzelvergaser wenig sinnvoll erscheint. Machbar ist es natürlich, ich würde es nur nicht machen.


Zitat: Dann entschuldige bitte meinen Beitrag, Bernd!

Da braucht es keine Entschuldigung :romance-caress: :lol: Der Begriff "Nocken mit konstanter Beschleunigung" ist mir nicht geläufig. Ich kenne nur "ruckfreie Nocken" . Das ist vermutlich vergleichbar. Das Du eine Beratung anbietest ist bekannt.

Ich glaube auch nicht, dass die JPM Nockenwellen so "genial" sind. Für diese Einvergasermotoren ist bei JPM auch nichts im Programm. Von daher kann ich da auch nichts vergleichen. Ich habe auch Probleme mit so nichts aussagenden Begriffen wie "Oteva Federstahl" . Da wird dann etwas behauptet (alle in der Nascar fahren damit) und dann kreist so ein Begriff, aber die wenigsten können sich eine Meinung dazu bilden, bzw haben Erfahrungen damit. Eswäre mal spannend zu erfahren, wer hier in unserem Forum diese Federn montiert hat. Wahrscheinlich wird es im einstelligen Bereich bleiben 8-)


Auch wenn unsere Motoren alte Kontruktionen sind, so ist doch der Ventiltrieb sehr hochwertig entwickelt worden. Deshalb tendiere ich immer dazu erst Gewicht zu sparen, wo es ohne Risiko möglich ist und dann erst über andere Bauteile (Feder, Stoßstangen, Hebel) nach zu denken. Das ist für mich ein sicherer Weg, deshalb habe ich bisher auch nur mit leicht verstärkten Stösselstangen (dickere Aluminium Stangen aus alten Beständen) und Federn gearbeitet. Ich glaube auch noch mich zu erinnern, dass Riechert damals gesagt hat, dass er bis zu 6000 1/min nur mit Serienfedern arbeitet.


Jetzt bin ich gespannt, wie das hier umgesetzt wird und wie das Ergebnis sein wird. :up:
Gruß Bernd

Wir, die großen Jungs mit dem Typ 1 und den Vierlochfelgen! :mrgreen:
osd1979
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von osd1979 »

Guten Tag in die Runde... hier noch etwas mehr Senf
Ich hab wirklich etliche Motoren gebaut, den Einbau begleitet oder viel an vorhandenen Motorkonzepten geschraubt. Fakt ist, das meistens viele andere "Bremsen" bzw Detailfehler in den Motoren vorhanden sind. Die Wahl der Stoesselstangen bei einem Vergaser ist da untergeordnet. Serie ist gut dafür. Die C35 ist ein Überbleibsel aus der Zeit wo sowas 130 D-Mark kostete und da hat man das einfach ausprobiert. Kostete ja nichts. Relativ ruppig... zuviel für Einvergaser Konzept... Zu lasch für ordentlichen Doppelvergasermotor. Mit wenig Kanal Arbeit,... Guten Übergängen... Gescheiten Kipphebelübersetzungen
... Guter Zündanlage und extrem wichtig nicht zu hoher Verdichtung (das bringt nur Ärger) etc wird man mehr Benefit haben als mit zu viel Steuerzeit. Zu 90% findet man an komisch oder schlecht laufenden Motorkonzepten solche Sachen wie: Gaszüge die kein Vollgas geben, Falsche Zündverteiler (009 China Schrott)... Umgepfuschte Vergaser mit z.B. Einspritzstrahl mitten auf die Drosselklappen Welle, undichte Saugrohre, Ventilspiel des Todes, oder oder...
Mit einem runden Gesamtrezept macht das später richtig Laune, ist sparsamer, hört sich meschanisch gesund an und ist wartungsarm. Es gibt aber Leute die sind auch mit einem klappernden unkultivieten 57PS Motor total zufrieden (was auch ok ist).... Dieses Jahr in der Warteschlange zur Bug show Anmeldung bin ich im Buggy fast erstickt soviel Co und Öl wie da in der Luft war🤣🤣... Aber alle waren gut drauf... Kommt immer auf den eigenen Anspruch an
Es gibt nichts schlimmeres als minderwertige Qualität ....doch Süssholzraspler
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Uwe
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Re: Die Qual der Wahl ... Ventiltrieb 1.776er, 37PICT

Beitrag von Uwe »

Ich hab vorletztes Jahr einen 1776 mit Serienvergaser gebaut, nix wildes. Nur alles leicht überarbeitet.
34er Vergaser nur umbedüst, Saugrohr alles Serie .
Mit einer W90 und 1,4 Kipper.
Läuft super.
Der Kunde wollte ursprünglich später auf 40IDF gehen, das hat er verworfen da das Ding so bärig durchzieht.
Hatte 82PS bei sehr gleichmäßigem Drehmoment Verlauf
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