ich bin neu hier, mein Name ist Patrick und ich komme aus der Nähe von Bielefeld.
Ein befreundeter Schrauber hatte was interessantes auf der Werkbank liegen und nach zähen Verhandlungen und ein bisschen Knete gegen den Trennungsschmerz liegt es nun bei mir.
Ich hab jetzt ja schon fast alles an Arbeiten durch was es am Käfer so gibt, aber in Sachen Motor beschränkt sich mein bisheriges Handeln auf ein und ausbau...
Daher möchte ich mal eure Meinungen zum Konzept hören. Die oberste Maxime ist recycling der vorhandenen Komponenten, aber an ein paar Neuteilen wenn notwendig soll es jetzt nicht scheitern. Ich habe das Wochenende mit Zerlegen und Reinigen verbracht. Daher liste ich jetzt mal auf was vorhanden ist:
-1600er Kübelblock mit KuZ, hierfür sind auch komplett neue Lager, Dichtungen und Kolbenringe vorhanden.
-Miniölsumpf + Schwallblech
-Riechert Ölthermostat zur montage anstelle des Originalkühlers
-Doppelvergaser Solex P40 ii-4 mit Saugrohren und Gasgestänge, ebenfalls von Riechert
-Uraltes Transistorzündmodul mit Roter Bosch Spule und Serinverteiler
-30 PS Gebläsekasten mit dem ganzen Blechtüddel
-Serienauspuff mit zusätzlichen Endschalldämpfern , auch hier original Riechert aus den 80er
-Bearbeitete Serienzylinderköpfe, die allerdings nochmals etwas Liebe brauchen
-Schleicher Ro248.7 Nocke
-Alu Stößelstangen und Serienfedern
So weit die Ausgangsbasis, ich habe jetzt ein paar fragen.
Wo ist die Verschleißgrenze der Ventilschäfte? Gemessen habe ich heute zwischen 7,917 und 7,925. Das ganze hat ja schon etwas Spiel in der (ausgelutschten) Führung. Die wird wohl auf jeden Fall neu gemacht werden müssen, da die bein Schleifen der Kanäle alle unterschiedlich geraten sind. Wie man das in der Form schafft weis ich auch nicht.
Bei der Gelegenheit hätte ich jetzt auch gleich die Sitze einmal nachschneiden lassen.
Der nächste Punkt währen die Pleule. Ich würde die gerne im Gewicht angleichen, auswiegen und polieren. Da ich gerne hohe Drehzahlen fahre und wenig Gnade mit dem Gaspedal habe ist das gar nicht so verkehrt denke ich. Also mal ganz konkret, wo kann ich am Serienpleul wie viel wegnehmen?
Muss ich das obere Pleulauge unbedingt neu Buchsen lassen? Die Kolbenbolzen sitzen da gefühlt nämlich noch sehr knackig, ich hab nur bedenken das die Winkligkeit nach der Bearbeitung nicht mehr 100% ist.
Als nächstes kommen wir zur Nocke. Passt die halbwegs zum Rest? Ich mein das hat früher mal so zusammen gelaufen, hab ich allerdings nie persönlich erlebt, da alles 20 Jahre lag und die Kolben in den Zylindern Festgerostet sind. Zumal die Kurbelwelle vom Spendermotor auch gebrochen war, da wohl mal jemand versucht das Problem mit einem SEHR langen Hebel wieder zu lösen.
Ein weitere Punkt sind die Stößel, die würde ich gerne vom Kübelblock übernehmen, gemesen hab ich da zwischen 18.953 und 18.965. Der Satz Stößel der früher mal mit der Nocke gelaufen ist liegt gut ein Hundertstel dadrunter, daher tendiere ich zu den ersteren.
Gut was haben wir noch? Auch ja, wie hoch kann ich den Apparat verdichten? die Laufspuren in den Zylindern sehen für mich so aus, als ob man da zur Not noch was wegnehmen kann. Das Brennraumvolumen muss ich die Tage mal auslitern, ich hätte nur gerne nen Anhaltspunkt.
Eins hab ich noch, sollte ich am Schwungrad noch was runterholen? Momentan ist ein 215er Serienrad dran. Ich hätte jetzt gesagt 2 Kg kann man da ruhig mal wegnehmen.
Ich hänge euch noch nen bild vom Brennraum an, ist die Form so ok?
Ach ja und hier noch eins vom Zündmodul, das jemand Erfahrungen mit dem Apparat?
So jetzt habe ich aber fertig, ja ich weis wird auch langsam Zeit...
Ich Sage schon mal danke im Vorraus!