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 Betreff des Beitrags: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 11:40 
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Hi,
an meinem 60er wurde einiges verzinnt und hab mal die einzelnen Schritte festgehalten:

Benötigtes Werkzeug:
Dies gibt es als Set von 'Technolit' für ca. 100e
- Handbrenner mit Piezo Zündung
- Wachsplatte
- diese Hölzer, 3 Formen

Rest:
- Verzinn Paste (Säurefrei, sonst nicht mit Papier sondern 2..3x mit nassem Lappen abwischen / neutralisieren)
- Stangenzinn
- Zinnraspel
- regulierbare Flex mit Grobreinigungsflies
- Schleifpapier

In meinem Beispiel haben wir Obernflächenbeschädigungen wie diese beseitigt:

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Dazu den Rost komplett und tief rausschleifen:

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Dann die Verzinnpaste auftragen (Foto von der Paste folgt)

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Die Paste langsam und in eine Richtung erwärmen, bis sie glänzend wird (in 15cm Abschnitten)

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und mit sauberem Papier abwischen .. schaut schon lecker aus

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Dann das Zinn über der Fläche erwärmen, dadurch bleibt die zu verzinnende Stelle warm

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und erstmal Zinn aufbringen

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Dann die Hölzer mit Bienenwachs benetzen (das Wachs heiss machen, nicht das Holz)

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Das Blech und aufgebrachte Zinn erwärmen, aufpassen das das Zinn nicht verläuft (der schwierigste Part der Geschichte)

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Und mit dem Holz grob in Form bringen

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Nach dem Groben jetzt die mittlere Stufe, hier kommt die Raspel zum Einsatz. Diese vorher gründlich sauber machen, um Kratzer durch Einschlüsse zu vermeiden

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Diese Raspel kann man verstellen - ( oder ), hier haben wir Brücke ) gewählt um den Bogen möglichst gut hinzu bekommen

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Für die feinere Bearbeitung eignet sich dann eine regulierbare Flex mit "Grobreinigungsflies" sprich Negerkeks. Hier niedrige Drehzahl und nicht bis wenig aufdrücken, die Wärme verformt das Zinn.

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Den Feinschliff dann mit Schleifpapier (mit dem Holz drinnen geht das 1A)

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Und hier das Ergebnis:

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Das ganze hat jetzt für die 25cm ca. 30min gedauert, mit Spachtel wäre man in 2min durch gewesen.. aber so hält es länger :-)

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"Lief bis zum Schluss" :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 13:36 
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Ergänzung bzw. nochmal als Tip:
Darauf achten, dass auch die Fläche, auf die das Zinn aufgetragen werden soll die richtige Temperatur hat, ansonsten geht das Zinn mit dem Metall bzw. der Vorverzinnungspasste keine ordentliche Verbindung ein. Die richtigen Temperaturen sind das A und O.
Dann nurnoch ein bisschen üben, dann klappt das schon. ;)
Viel Spaß beim verzinnen... :D

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Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware und nicht Open Source.

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Mo 12. Jul 2010, 22:41 
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Darf man an dieser Stelle denn auch eine Frage stellen?
Lackierbar sind die verzinnten Stellen nach entsprechender Aufbereitung ja, aber wie sieht es mit einer Pulverbeschichtung aus? "Gebacken" wird das Ganze bei etwa 200-250°C und hier würde mich interessieren, ob das Zinn einen Abgang macht, oder sich evtl. inhomogen zum Stahl ausdehnt und es dann zu einer Rissbildung kommen kann?
Erfahrungen, Tipps? Wäre sehr dankbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Di 13. Jul 2010, 08:34 
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Was man noch bedenken sollte.

Der Staub von dem Zinn ist extrem giftig! Daher beim schleifen mir Maschinen sehr vorsichtig sein und immer einen guten Atemschutz tragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Di 13. Jul 2010, 10:14 
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Das schleifen mit Maschine ist ganz einfach verboten beim verzinnen...

In dem Zinn ist Blei...

Ich mache es von Hand mit der Karosseriefeile und gut...

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Es gibt nichts Gutes....ausser man tut es...SELBER!!!
BadWally hat geschrieben:
Du brauchst doch nur mehr Boost oder grössere Eier, du Pussy! :lol:

Mint-Bug hat geschrieben:
... Ist dafür aber auch nicht so Mainstream wie Turbos oder 1776er Sauger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Di 13. Jul 2010, 10:29 
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dougart hat geschrieben:
Darf man an dieser Stelle denn auch eine Frage stellen?
Lackierbar sind die verzinnten Stellen nach entsprechender Aufbereitung ja, aber wie sieht es mit einer Pulverbeschichtung aus? "Gebacken" wird das Ganze bei etwa 200-250°C und hier würde mich interessieren, ob das Zinn einen Abgang macht, oder sich evtl. inhomogen zum Stahl ausdehnt und es dann zu einer Rissbildung kommen kann?
Erfahrungen, Tipps? Wäre sehr dankbar.



Klar, Fragen sind immer willkommen!

Leider weiss ich die Antwort nicht :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Di 13. Jul 2010, 11:28 
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Also Zinn hat einen Schmelzpunkt von 231°C. Die Pulverbeschichtung wird bei Temperaturen zwischen 110 und 250°C eingebrannt. Da müsste man sich mal beim entsprechendem Betrieb erkundigen, wie hoch die ihren Ofen so drehen. ;)

Aber so generell:
Teile die man Pulvern lässt, verzinnt man doch in der Regel nicht. Zinn ist eine schöne Sache für die Karosserie. Da Spritzt doch niemand Pulver drauf. Zumal Pulver eine sehr dicke Beschichtung ist. Die macht das Ergebnis vom verzinnen doch schon fast wieder zu nichte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2011, 08:07 
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... ich hake mich hier ein, da es bei mir jetzt dann auch ansteht *g* - aber erstmal: danke für die anleitung ;)

das verzinnungsset vom korrossionsschutzdepot ist auf dem weg ... und hier nun eine frage: dort ist 25% stangenzinn dabei ... bei ebay und co findet man alles mögliche bis zu 60% ... was hat welches denn nun genau für vorteile bzw. gibt es zum beispiel eines, das besser für "dickes" blech (im sinne von meinen 2mm dicken kübelstoßstangen) oder für dünnes (also normales karosserieblech) geeignet ist z.b.?

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2011, 08:32 
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dougart hat geschrieben:
Darf man an dieser Stelle denn auch eine Frage stellen?
Lackierbar sind die verzinnten Stellen nach entsprechender Aufbereitung ja, aber wie sieht es mit einer Pulverbeschichtung aus?
Wenn du böse Überraschungen vermeiden willst, dann lass es. Ein Bekannter hat seinen Panzer von einer Simson Schwalbe verzinnt und nach Absprache mit dem Pulverbeschichter ("passt schon, so heißt machen wir den Ofen dann nicht") weggegeben. Der Zinn ist an den entsprechenden Stellen dann total wellig geworden und verlaufen, gabs dann für umsonst...

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 Betreff des Beitrags: Re: Verzinnen - Schritt für Schritt
BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2011, 17:33 
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ALSo eins hab ich hier anzumerken: Demjenigen dem seine Gesundheit lieb ist, NIEMALS mit Negerkeks.....

Was glaubt ihr warum es die Feile gibt. Damit nur grobe Späne abgeschliffen werden. Das Zinn was wir benutzen besteht zum großen Teil aus Blei, der wenn ihr ihn mit dem Schwingschleifer schleift und einatmet sich im Körper befindet und NICHT abgebaut wird!!!!!! DAS IST AUF DAUER KREBSERREGEND und ich meine richtig und nicht wie Grillfleisch aufm Grill ankokeln lassen.

Übrigends atemt ihr den Mist nicht nur ein sondern liegt er fein verteilt in der Ganzen Halle und wird beim Kompressorpusten wieder schön verteilt......


OBERSTES GEBOT AN DER KAROSSERIESCHULE!!!!


ALSO Grob abhobeln, den Rest soll der Lackierer machen oder einatmen!!!

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Little Sweetie sagt TipTop TipiTop


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